Louis Ferdinand Schönherr

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Der Techniker-Unternehmer gilt als Erfinder des mechanischen Tuchwebstuhls in Sachsen. Seine Erfindung war ein zentraler Baustein für die Mechanisierung der Heimweberei und ihren Übergang zum Fabrikbetrieb.

Schönherr stammte aus einfachen Verhältnissen und beschäftigte sich von Kindesbeinen an mit der Funktionsweise von Webstühlen. Der Tüftler absolvierte 1833-1834 ein technisches Studium in Dresden und gründete danach sein erstes Unternehmen. Zwischen 1837 und 1839 eignete er sich in englischen Textilunternehmen weiteres technisches Wissen und Erfahrungen in der Unternehmensführung an.

Zurück in Sachsen, widmete er sich ab 1840 der Entwicklung und dem Bau von mechanischen Webstühlen. Zunächst angestellt in Chemnitzer Maschinebauunternehmen, ab 1851 selbständig mit eigener Firma.

Sein Unternehmen entwickelte Schönherr zu einem führenden im Webstuhlbau und zu einem der bedeutendsten Maschinenbauunternehmen in Chemnitz. Durch seinen nicht nachlassenden Erfindergeist verbesserte Schönherr seine Webstühle immer weiter und festigte so den weltweit hervorragenden Ruf seiner Produkte.