Hintergebäude des eh. Schocken-Kaufhauses in Oelsnitz/Erzgebirge
© PUNCTUM, Foto: Bertram Kober

Kaufhaus Schocken Oelsnitz

1929 erbaut
Architekt: Bernhard Sturtzkopf
Bauherr: Schocken KGaA
heute: Wohnanlage Kaufhaus Schocken
Meinertstraße 18 a
09376 Oelsbnitz/Erzgebirge

Der im Stil des Neuen Bauens errichtete Kaufhauserweiterungsbau schließt sich an das 1904 von Simon und Salman Schocken übernommene Geschäftshaus an. Dieses gilt als Keimzelle des Schocken-Konzerns, der sich in den 1920er Jahren zur viertgrößten Warenhauskette Deutschlands entwickelte.

Durch den Neubau wurde die Verkaufsfläche in der Bergarbeiterstadt mit ihren fast 20.000 Einwohnern auf 900 Quadratmeter erweitert. Der Architekt Bernhard Sturtzkopf, Bauhausschüler und Mitarbeiter von Walter Gropius, arbeitete ab 1928 als Architekt für den Schocken-Konzern und steht neben Erich Mendelsohn für den die Schockenkaufhäuser prägenden modernen Baustil.

Nach Verdrängung und Enteignung der jüdischen Eigentümerfamilie durch die Nationalsozialisten wurde das Kaufhaus 1939 Teil der Merkur Aktiengesellschaft, 1945 enteignet und als Konsument-Warenhaus weitergeführt. Nach Rückübertragung an die Familie Schocken im Jahr 1993, wurde das Kaufhaus 1997 an eine Investorengemeinschaft verkauft und denkmalgerecht zum Wohngebäude umgebaut.