Kunst & Design

Künstler und Designer nutzen Industriebauten als inspirierende Arbeitsorte zur Gestaltung ihrer Ideen und Produkte.

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Museum für Druckkunst Leipzig

Als lebendiger Ort der Industriekultur zeigt das Museum für Druckkunst Leipzig unter dem Thema „Kulturerbe Drucktechniken erleben“ rund 90 funktionierende Maschinen und Pressen für historische Guss-,…
Museum für Druckkunst Leipzig




Als lebendiger Ort der Industriekultur zeigt das Museum für Druckkunst Leipzig unter dem Thema „Kulturerbe Drucktechniken erleben“ rund 90 funktionierende Maschinen und Pressen für historische Guss-, Satz- und Drucktechniken. Durch die Kombination einer produzierenden Werkstatt und eines Museums ist es möglich, 550 Jahre Druckgeschichte hautnah zu erleben. Das Museum gehört als Teil der Sächsischen Route der Industriekultur zu einem der 51 wichtigsten Orte der gesamtsächsischen Industriekultur. Es bewahrt, pflegt und vermittelt die künstlerischen Drucktechniken des Hoch-, Tief- und Flachdrucks, die im bundesweiten Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission gelistet sind.

Mit seiner knapp 100-jährigen Tradition als Druckstandort im Leipziger Westen ist das Haus Nonnenstraße 38 heute eine der letzten ursprünglichen Druckwerkstätten in Leipzig. Neben dem haustypischen Duftgemisch aus Öl, Schmiere und Druckfarbe sind es die zahlreichen funktionierenden Maschinen und Pressen, die einen eindrucksvollen Blick in die Historie des grafischen Gewerbes ermöglichen. Eine ausgesprochene Seltenheit in Deutschland bildet die voll funktionsfähige Schriftgießerei, in der Bleibuchstaben vor den Augen der Besucher von Hand und maschinell gegossen werden. Drucktechnisch bildet der Hochdruck den Schwerpunkt des Museums, aber auch die Techniken des Tief- und Flach- und Siebdrucks werden vorgestellt.

Eine Vielzahl an Setzkästen, Werkzeugen sowie weiterer Geräte für Gieß-, Satz- und Druckvorgänge machen einstige Prozesse für die Herstellung von Printmedien anschaulich. Täglich sind fachkundige Mitarbeiter vor Ort und führen die Maschinen vor. Zur Sammlung gehören außerdem eine Handbuchbinderei, eine voll funktionsfähige Werkstatt für Holzstich aus der Zeit um 1900, ein Kabinett zu den Techniken des Musiknotensatzes sowie die Leipziger Lichtdruckwerkstatt, eine der letzten Druckereien dieser Art in Europa.

Porzellan-Manufaktur Meissen

MEISSEN® ist die erste Porzellan-Manufaktur Europas. Seit der Gründung 1710 steht sie für außergewöhnliche Handwerkskunst und einzigartige exklusive Produkte. Unweit von Dresden, direkt an der…
Porzellan-Manufaktur Meissen




MEISSEN® ist die erste Porzellan-Manufaktur Europas. Seit der Gründung 1710 steht sie für außergewöhnliche Handwerkskunst und einzigartige exklusive Produkte. Unweit von Dresden, direkt an der Manufaktur, befindet sich die Erlebniswelt HAUS MEISSEN®. Sie macht das weltbekannte MEISSENER PORZELLAN® erfahrbar in den Schauwerkstätten der Manufaktur, dem Museum der Meissen Porzellan-Stiftung und bietet Gelegenheit zu Shopping und zu Genuss im Café & Restaurant MEISSEN®.

Die Erlebniswelt ist ganzjährig geöffnet und überrascht immer wieder mit außergewöhnlichen Veranstaltungen wie Gourmetabende, Tag der offenen Tür oder Weihnachtsmarkt und lädt zu wechselnden Sonderausstellungen ein.

„Meissener Variationen“. Neue Ausstellung im Museum der Meissen Porzellan-Stiftung

Seit März 2017 erstrahlt die zweite Etage des Porzellan-Museums in neuem Glanz. Aufbereitet und neu inszeniert, erzählen die Porzellane in der Ausstellung „Meissener Variationen – vom Nachttopf bis zum Prunkservice“ Geschichten aus Vergangenheit und Gegenwart. Sie bespielen Themen wie Literatur, Mode, Musik oder Theater und lassen an einer prächtig gedeckten Tafel den Genussmensch August den Starken lebendig werden. Mit dem kostenfreien WLAN im HAUS MEISSEN® wird eine neue spannende Kinderrallye mit Tablets durch das Museum möglich. Gehen Sie mit uns ins Detail und erleben Sie die Erfolgsgeschichte des MEISSENER PORZELLAN®.

Nach dem Besuch laden kulinarische Veranstaltungen wie “Tisch- und Tafelkultur bei MEISSEN®” oder „Musikalische Genüsse bei MEISSEN®“ zu Plaudereien über kostbare Köstlichkeiten und Verbindungen zum Weißen Gold ein. Veranstaltungen finden Sie immer aktuell im Veranstaltungs-Kalender auf der Website des Museums.

Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz (smac)

Am 15. Mai 1930 wurde das Kaufhaus Schocken in Chemnitz eröffnet, lockte seine Kunden mit hell erleuchteten Schaufenstern und bot gute Ware zum kleinen Preis. Günstig gelegen zwischen Hauptbahnhof und…
Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz (smac)




Am 15. Mai 1930 wurde das Kaufhaus Schocken in Chemnitz eröffnet, lockte seine Kunden mit hell erleuchteten Schaufenstern und bot gute Ware zum kleinen Preis. Günstig gelegen zwischen Hauptbahnhof und  Chemnitzer Innenstadt schwingt die Fassade geschmeidig entlang der Brückenstraße – in ihrer Funktionalität und gleichzeitigen Eleganz eine Ikone des Neuen Bauens. Der renommierte Architekt Erich Mendelsohn plante das Gebäude Ende der 1920er Jahre für den in Zwickau ansässigen Warenhauskonzern der Gebrüder Simon und Salman Schocken.

84 Jahre nach der damaligen Eröffnung eröffnete das smac – Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz. Für die dauerhafte Präsentation der Menschheits- und Kulturgeschichte im Freistaat war das Baudenkmal vollständig saniert worden. Heute dient das Kaufhaus Schocken im übertragenen Sinne als Schaufenster der sächsischen Archäologie.

Neben der archäologischen Dauerausstellung befassen sich drei Ausstellungsbereiche mit der „Archäologie des Kaufhauses“: Leben und Wirken des Architekten Erich Mendelsohn, Aufbau und Organisation des Schocken-Warenhauskonzerns sowie der interessanten Persönlichkeit des Kaufmannes, Bibliophilen und Verlegers Salman Schocken. Sie würdigen die wechselvolle Geschichte des Museumsgebäudes.

Stiftung Haus Schminke

Das Haus Schminke ist eines der weltweit bemerkenswertesten Wohnhäuser des 20. Jahrhunderts und gilt als Hauptwerk von Architekt Hans Scharoun im Bereich des privaten Wohnungsbaus. Hans Scharoun…
Stiftung Haus Schminke




Das Haus Schminke ist eines der weltweit bemerkenswertesten Wohnhäuser des 20. Jahrhunderts und gilt als Hauptwerk von Architekt Hans Scharoun im Bereich des privaten Wohnungsbaus.

Hans Scharoun entwarf das Haus 1930 für den Löbauer Nudelfabrikanten Fritz Schminke, der sich "ein modernes Haus für zwei Eltern, vier Kinder und gelegentlich ein bis zwei Gäste" wünschte. Die Umsetzung ist extravagant und funktionell zugleich. Der gebogene Korpus mit Terrassen, Außentreppe und zahlreichen runden Bullaugenfenstern weckt die Assoziation zu einem Schiff. Im Wohnbereich gehen die Räume fließend ineinander über. Großzügige Glasflächen beziehen den Garten als erweiterten Wohnraum mit ein. Neben Weite und Transparenz prägen vielfältige Gestaltungselemente das Raumerlebnis. Sie wurden eigens für das Haus entwickelt und setzen durch Form und Farbe besondere Akzente. Die Wirtschaftsräume mit Frankfurter Küche und der Schlafbereich sind im Gegensatz dazu bewusst spartanisch gehalten - mit leicht zu reinigenden Oberflächen und platzsparenden Einbauschränken. Die Gartenanlage gestaltete Herta Hammerbacher als ein dynamisches Verbindungsglied zwischen Architektur und Landschaft. Bauliche Elemente wurden in ihren Grundformen und Materialien im Garten fortgeführt, um eine Synthese von Organik und Anorganik zu erzeugen. Dieser Gestaltungsansatz war ganz typisch für die Landschaftsarchitektin, die über zwei Jahrzehnte der Arbeitsgemeinschaft Gartengestaltung in Bornim um Karl Foerster und Hermann Mattern angehörte.

Die Stiftung Haus Schminke hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses herausragende Architekturdenkmal als Zeugnis des "Neuen Bauens" für kommende Generationen zu bewahren und zum kulturellen Treffpunkt für Architektur- und Kunstbegeisterte aus aller Welt zu machen.

Die rechtsfähig anerkannte Stiftung Haus Schminke hat im Mai 2009 die Trägerschaft für das Architekturdenkmal von der Stadt Löbau übernommen. Sie konzentriert sich fortan voll auf den Erhalt und die Belange von Haus Schminke.

Neben Erhaltungsmaßnahmen gehört es zu den zentralen Aufgaben der Stiftung, das Haus auf Grundlage eines attraktiven kulturellen Nutzungskonzepts der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Mit themenbezogenen Führungen, Ausstellungen und dem Angebot, im Haus zu übernachten, sollen gezielt auch architektur- und kunstinteressierte Individualtouristen angesprochen werden. Alle Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, den Betrieb und Unterhalt denkmalverträglich und auf Dauer wirtschaftlich zu gewährleisten.

Aufgabe der Stiftung ist es außerdem, das Haus Schminke wissenschaftlich zu erforschen. Auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse und vorhandener Unterlagen aus der Entstehungszeit sollen verloren gegangene Einrichtungselemente rekonstruiert werden.

Die Stadt Löbau und die Hess AG haben als Gründungsstifter den Grundstock gelegt, um Hans Scharouns "liebstes Haus" als Erbe für künftige Generationen zu erhalten, sinnvoll zu nutzen, wissenschaftlich zu erforschen und öffentlich zugänglich zu machen. Damit die Stiftung ihre vielfältigen Aufgaben langfristig umsetzen kann, ist sie auf Zustiftungen von Unternehmen, staatlichen und privaten Institutionen sowie von Bürgern angewiesen.

Architektenkammer Sachsen

Vorrangige Aufgabe der Architektenkammer ist es, "das Bauwesen, insbesondere die Baukultur, die Baukunst, den Städtebau und die Landschaftsgestaltung zu pflegen, zu fördern und wirksam zu…
Architektenkammer Sachsen




Vorrangige Aufgabe der Architektenkammer ist es, "das Bauwesen, insbesondere die Baukultur, die Baukunst, den Städtebau und die Landschaftsgestaltung zu pflegen, zu fördern und wirksam zu unterstützen", "die beruflichen Belange der Gesamtheit der Kammermitglieder und das Ansehen des Berufsstandes zu wahren und zu fördern" und die Erfüllung der im Gesetz festgeschriebenen Berufspflichten zu überwachen.

Für spezifische und für den Architektenberuf typische Sachgebiete führt die Architektenkammer eine Liste von Sachverständigen. Sie wirkt mit bei der Bestellung von öffentlich vereidigten Sachverständigen.

Die Kammer nimmt zu wichtigen Fragen der Entwicklung von Planungs- und Baukultur Stellung. Sie vertritt den Berufsstand besonders in ihrer Mitwirkung bei Gesetzen und Verordnungen, die als Grundlagen die Berufsausübung von Architekten und die Gestaltung der baulich-räumlichen Umwelt betreffen.

Ein entscheidendes Instrument zur "Förderung der Baukultur" ist der Architektenwettbewerb. Wettbewerbe auf den Gebieten der Raumplanung, des Städtebaus und des Bauwesens dienen dazu, durch ein vielfältiges Angebot konkurrierender Ideen und Vorschläge gute Lösungen und geeignete Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner als Partner für die gestellte Aufgabe zu finden. Der Wettbewerb bietet dem Auslober ein geeignetes Instrument zur qualifizierten Entscheidungsfindung aufgrund alternativer Lösungsvorschläge. Das Wettbewerbsergebnis wird durch ein transparentes, demokratisch geregeltes Verfahren ohne sachfremde Einflüsse ermittelt. Es ermöglicht dem Auslober unter finanziell günstigen Bedingungen das Auffinden geeigneter Problemlösungen und kann zeitraubende und kostspielige Umwege oder gar Fehlentscheidungen vermeiden helfen.

Maßgebliche Kriterien freiberuflicher Tätigkeit sind für Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner ebenso wie bei anderen Freiberuflern die selbständige, persönliche Erbringung vornehmlich geistiger, im allgemeinen auf qualifizierter Ausbildung beruhender Leistungen, die gekennzeichnet sind einerseits durch eine besondere Bindung an die Belange des Gemeinwohls, andererseits durch die eigenverantwortliche und unabhängige Stellung des Freiberuflers als Sachwalter der Interessen seines Auftraggebers.

Architektengesetz und Architektenkammer schaffen die Grundlagen für diese besondere Qualität freiberuflicher Architektentätigkeit.

Cammann Gobelin Manufaktur

Als Partner der sächsischen Industriekultur bewahrt die Cammann Gobelin Manufaktur traditionelle textile Industriekultur und entwickelt diese weiter. Durch Mitarbeit in verschiedenen Netzwerken der…
Cammann Gobelin Manufaktur




Als Partner der sächsischen Industriekultur bewahrt die Cammann Gobelin Manufaktur traditionelle textile Industriekultur und entwickelt diese weiter. Durch Mitarbeit in verschiedenen Netzwerken der Textilwirtschaft im Freistaates Sachsen setzen sich die Inhaber für den Diversifizierungsprozess von traditionellen Textilien hin zur hochmodernen technischen Textilien in Sachsen ein. Unterstützt werden außerdem die Aktivitäten des Schönherr 200 e.V. zur Bewahrung der Leistungen von Louis F. Schönherr, dem bedeutenden Webstuhlerbauer und Erfinder vieler textiltechnischer Innovationen, und das Textil- und Rennsportmuseum Hohenstein-Ernstthal.

Die von Paul Cammann 1886 in Chemnitz gegründete Möbelstoffweberei etablierte sich schnell auf dem Weltmarkt und belieferte bereits in den 1890er Jahren den englischen Markt. Grundlage für die Fertigung hochwertiger Stoffe waren die Kooperation mit der Webstuhlfabrik Louis Schönherr sowie die eigene Musterabteilung. Wirtschaftlicher Erfolg und Selbstverständnis des Unternehmens spiegelt sich auch im 1926 errichteten Verwaltungs- und Wohnhaus wider: dem ersten Hochhaus in Chemnitz.

Auch nach 1949 fertigte man als exklusiver Lieferant für internationale Kunden. 1994 kam es zu einem Verkauf an einen Architekten. Dieser teilte das Objekt von der Stofffabrikation und verkaufte die Weberei an private Unternehmer. Nach Umzug der Maschinen von Chemnitz in das nahgelegene Braunsdorf, fertigt und verkauft die Cammann Gobelin Manufaktur bis heute exklusive und nach traditionellen Webereiverfahren hergestellte Möbelstoffe.

Deutsche Werkstätten Hellerau

Der Tischler Karl Schmidt gründete 1898 eine kleine Bau- und Möbeltischlerei, die späteren Deutschen Werkstätten. 1909 wurde der Grundstein gelegt für ein neues Fabrikgebäude im Norden Dresdens, wo…
Deutsche Werkstätten Hellerau




Der Tischler Karl Schmidt gründete 1898 eine kleine Bau- und Möbeltischlerei, die späteren Deutschen Werkstätten. 1909 wurde der Grundstein gelegt für ein neues Fabrikgebäude im Norden Dresdens, wo das Unternehmen noch heute ansässig ist.

Zugleich entstand direkt angrenzend die Gartenstadt Hellerau. Dieses durch das Unternehmen initiierte und begleitete Projekt half, den Alltag der Bewohner in einer fortschrittlichen und menschenfreundlichen Symbiose von Arbeiten, Wohnen, Familie, Erholung und kultureller Bildung (mit dem Festspielhaus im Zentrum) lebenswert zu gestalten. Als Lebensreformprojekt ist Hellerau einzigartig. Seine Authentizität und Integrität ist noch immer unangetastet.

Karl Schmidt hatte einen hohen sozialen Anspruch, der sich unmittelbar auf die Unternehmenskultur auswirkte. So wollte er z.B. in seinem Werk Möbel produzieren, die schön, aber auch bezahlbar sein sollten. Ergebnis war die maschinelle Serienproduktion. Die Deutschen Werkstätten initiierten schon frühzeitig Bildungsprogramme, legten Arbeitszeit- und Urlaubsregelungen auf.

Während der DDR waren sie Kernbetrieb im Möbelkombinat. Sie entwickelten sich nach der Reprivatisierung 1992 schnell zu einem der führenden Anbieter für hochwertigen, individuellen Innenausbau. 2006 erfolgte der Umzug in das neue Unternehmensgebäude, genau gegenüber dem alten Gebäudeensemble. Das Unternehmen nimmt auf sozialem und kulturellem Gebiet noch immer seine Verantwortung wahr und stellt sich damit bewusst in die Traditionslinie seines Gründers. So werden u.a. öffentliche und kostenfreie Ausstellungen und Konzerte für jedermann angeboten.

Deutsche Werkstätten Hellerau

Das Ensemble der Deutschen Werkstätten gilt als eine der bedeutendsten Stätten der Lebensreformbewegung um 1900. Hier verwirklichte der Unternehmer Karl Schmidt seine Vorstellungen von der Verbindung…
Deutsche Werkstätten Hellerau




Das Ensemble der Deutschen Werkstätten gilt als eine der bedeutendsten Stätten der Lebensreformbewegung um 1900. Hier verwirklichte der Unternehmer Karl Schmidt seine Vorstellungen von der Verbindung modernen Arbeitens und Lebens.

Im Zuge der Erweiterung seines Unternehmens zur Fertigung moderner Reformmöbel siedelte sich Schmidt mit seinem Unternehmen in Hellerau an. Den Entwurf für die Werkstätten übertrug er dem Münchener Reformarchitekten Richard Riemerschmid, mit dem er seit 1902 zusammen arbeitete. Als Grundriss wählte Riemerschmid die Form einer Schraubzwinge: Als unentbehrliches Werkzeug für die Möbelherstellung war es Symbol für die Geschäftstätigkeit der Deutschen Werkstätten und zugleich eine architektonische Lösung für optimale Lichtverhältnisse in den Produktionsstätten. Das Gebäudeensemble der Deutschen Werkstätten war Nukleus für die Gartenstadt Hellerau. Diese Symbiose machte das "Unternehmen Hellerau" einzigartig.

Möbel wurden in den Gebäuden bis Anfang der 1990er Jahre hergestellt, die Deutschen Werkstätten wurden 1992 privatisiert. Die historischen Gebäude wurden 1998–2000 denkmalgerecht saniert und werden als Tagungszentrum und Gewerbestandort durch Technologie- und Dienstleistungsunternehmen genutzt. Die Deutschen Werkstätten zogen in einen 2006 eingeweihten Neubau auf der gegenüberliegenden Straßenseite um.

Deutscher Werkbund Sachsen e.V.

Mit seiner Neugründung 1992 knüpft der Deutsche Werkbund Sachsen (DWS) an seine Gründungswurzeln an. Der DWS macht die sächsische Werkbundtradition öffentlich und setzt sich mit aktuellen Problemen…
Deutscher Werkbund Sachsen e.V.




Mit seiner Neugründung 1992 knüpft der Deutsche Werkbund Sachsen (DWS) an seine Gründungswurzeln an. Der DWS macht die sächsische Werkbundtradition öffentlich und setzt sich mit aktuellen Problemen auseinander: dem Erhalt der Kulturdenkmale, insbesondere im Bereich des Industriebaus und der Architektur der Moderne sowie dem Erhalt verfallener Stadtquartiere. Er beschäftigt sich mit neuer Architektur in Sachsen wie mit der Gestaltung der Braunkohlefolgelandschaften als Erbe des Industriezeitalters. Durch seine Ausstellungen und Publikationen übernimmt er Bildungs- und Vermittlungsarbeit. Aktuelle Schwerpunkte der Arbeit des Deutschen Werkbundes Sachsen bilden Themen der Bildung und Forschung in Verbindung mit Gestaltungsaufgaben der gegenständlichen Welt sowie die Auswirkung der digitalen Technik auf Gestaltung und Kommunikation.

Deutsches Buch- und Schriftmuseum

Das Deutsche Buch- und Schriftmuseum - 1884 als Deutsches Buchgewerbemuseum in Leipzig gegründet und seit 1950 eine Abteilung der Deutschen Nationalbibliothek - ist das weltweit älteste und nach…
Deutsches Buch- und Schriftmuseum




Das Deutsche Buch- und Schriftmuseum - 1884 als Deutsches Buchgewerbemuseum in Leipzig gegründet und seit 1950 eine Abteilung der Deutschen Nationalbibliothek - ist das weltweit älteste und nach Umfang und Qualität der Bestände eines der bedeutendsten Museen auf dem Gebiet der Buchkultur. Der Fundus von mehr als einer Million Sachzeugen reicht vom orientalischen Rollsiegel aus dem 2. Jht. v. Chr. über Frühdrucke des 15. Jahrhunderts bis zur modernen internationale Buchkunst, zu Archivalien zum Buchhandel sowie zu Geräten und Maschinen der Schrift-, Buch- und Papierherstellung. Das Museum versteht sich als wissenschaftliches Archiv und Dokumentationsstätte für Buchkultur und Mediengeschichte sowie als Erlebnisort für Jung und Alt.

Unter dem Titel 'Zeichen - Bücher - Netze: Von der Keilschrift zum Binärcode' gibt die Dauerausstellung Einblick in 5000 Jahre Mediengeschichte der Menschheit von der Entstehung der frühen Schriftsysteme über den Buchdruck mit beweglichen Lettern bis zur digitalen Netzwelt und der Zukunft der Informationsgesellschaft. Eine virtuelle Ausstellung '5.000 Jahre Mediengeschichte' und regelmäßige Frühjahrs- und Herbstausstellungen ergänzen das Themenangebot zur Buch- und Medienkultur.

Deutsches Innovationszentrum für Stickerei e.V.

Sticken ist eine der ältesten und hochwertigsten textilen Veredlungstechniken. In der Region Plauen-Vogtland hat Spitze und Stickerei eine langjährige Tradition. Beim Übergang vom 19. zum 20.…
Deutsches Innovationszentrum für Stickerei e.V.




Sticken ist eine der ältesten und hochwertigsten textilen Veredlungstechniken. In der Region Plauen-Vogtland hat Spitze und Stickerei eine langjährige Tradition. Beim Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert hatte die vogtländische Stickereibranche ihre Blütezeit, welche mit dem Gewinn des Grand Prix im Jahre 1900 auf der Weltausstellung in Paris internationale Anerkennung fand. Trotz starker Einschnitte, wie durch die Auswirkungen des Ersten und Zweiten Weltkrieges oder die Verstaatlichung der vorwiegend kleingewerblichen Stickereiindustrie, gelang es immer wieder, hochwertige Stickereiprodukte herzustellen.

Heute erzielen Traditionen, gepaart mit zukunftsweisenden Entwicklungen, entscheidende Fernwirkung auf den unterschiedlichsten Ebenen: Wirtschaft – Kunst und Kultur – Tourismus.

Nach wie vor verfügt das Vogtland über alle Voraussetzungen, die ein echtes Cluster benötigt. Neben den produzierenden Stickereiunternehmen besitzt die Region eine ausgezeichnete textile Infrastruktur, dazu gehören: Designer, Textilveredler, Forschungsinstitute sowie entsprechende Aus- und Weiterbildungseinrichtungen.

Das Deutsche Innovationszentrum für Stickerei (DIS) vereint seit 2007 Unternehmen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie private Personen. Dem Verein gehören momentan 42 Mitglieder an. Das DIS ist der aktive Dienstleister der Stickereibranche in der Region Plauen-Vogtland. Das Team begleitet u.a. branchen- und technologieübergreifende Projekte, hilft bei Planung, Finanzierung und Durchführung und aktiviert die Zusammenarbeit der Unternehmen mit den Forschungsinstituten. Zu den Aufgaben gehören weiterhin die Initiierung von Workshops sowie internationalen Fachtagungen und Wettbewerben, sowie die Koordination von Gemeinschaftspräsentationen, die die Bekanntheit und das Image der Branche verbessern. Das Deutsche Innovationszentrum für Stickerei informiert in Zusammenarbeit mit den Bildungseinrichtungen über Ausbildungsprofile und vermittelt Ausbildungsplätze, Praktika und offene Stellen nach Absprachen mit den Unternehmen.

Direktorenhaus

Das Wachsmann-Haus ist eines von rund 100 Holzhäusern, die in industrieller Vorfertigung von der einst ortsansässigen Firma Christoph & Unmack in Niesky errichtet wurden. Die hölzernen…
Direktorenhaus




Das Wachsmann-Haus ist eines von rund 100 Holzhäusern, die in industrieller Vorfertigung von der einst ortsansässigen Firma Christoph & Unmack in Niesky errichtet wurden. Die hölzernen Fertigteilhäuser verteilen sich auf insgesamt vier Werk- und Musterhaussiedlungen. Mit seiner modernen, am Bauhaus orientierten Formensprache ist es ein herausragendes Beispiel für den industrialisierten Holzhausbau. 

Errichtet wurde es 1927 nach einem Entwurf von Konrad Wachsmann durch die Nieskyer Holzbaufirma Christoph & Unmack. Ursprünglich war es Wohnhaus für ein Vorstandsmitglied der Firma Christoph & Unmack genutzt, einige Jahre später erwarb es der Chefarzt des Nieskyer Krankenhauses. Später wurde es öffentlich genutzt.

1983 wurde das Holzhaus als Werk Konrad Wachsmanns erkannt und unter Denkmalschutz gestellt. Die Stadt Niesky erwarb es im Jahr 2005 und lies es 2011 bis 2014 denkmalgerecht sanieren. Dabei konnte auch die ursprüngliche, intensive Farbigkeit der einzelnen Räume mittels Leinölfarben wieder hergestellt werden. Eine Ausstellung informiert heute über das Haus, den Architekten und den Holzhausbau in Niesky. Die Stadt nutzt es auch als Standesamt.

 

Edition Carpe Plumbum

Die edition carpe plumbum hat ihr Domizil im kreativen Umfeld der Leipziger Baumwollspinnerei in Leipzig-Plagwitz. Neben einigen hundert Bleisatzschriften bieten verschiedene Druckmaschinen von der…
Edition Carpe Plumbum




Die edition carpe plumbum hat ihr Domizil im kreativen Umfeld der Leipziger Baumwollspinnerei in Leipzig-Plagwitz. Neben einigen hundert Bleisatzschriften bieten verschiedene Druckmaschinen von der manuell betriebenen Andruckpresse bis hin zur Schnellpresse im Format 70 x 100 cm vielfältige Möglichkeiten für Auftragsarbeiten ganz verschiedener Art. Unter anderem werden die originalgrafischen Bücher des LUBOK Verlages hier gedruckt.

Die Werkstatt ist ebenso Sammlung wie Atelier, Labor und Ort für Experimente, lebendig gehalten durch die Bücher, Grafikdrucke und vielfältigen anderen Drucksachen, die dort entstehen und die alte Drucktechnik immer wieder neu entdecken. Neben den druckgrafischen Arbeiten, die für und mit Künstlern hier entstehen, stellt die Auseinandersetzung mit neuer Literatur und den Schnittstellen zwischen alten und neuen Medien besonderen Schwerpunkt dar.

Förderverein Weltkulturerbe Hellerau e.V.

Der Förderverein Weltkulturerbe Hellerau e.V. ist ein Zusammenschluss örtlicher Institutionen und interessierter Bürger und Bürgerinnen. Hier arbeiten die Bürgerschaft Helleraus, das Europäische…
Förderverein Weltkulturerbe Hellerau e.V.




Der Förderverein Weltkulturerbe Hellerau e.V. ist ein Zusammenschluss örtlicher Institutionen und interessierter Bürger und Bürgerinnen. Hier arbeiten die Bürgerschaft Helleraus, das Europäische Zentrum der Künste (Festspielhaus), die Deutschen Werkstätten und Fördermitglieder aus Deutschland sowie dem Ausland zusammen, um für "ihr" Hellerau den Weltkulturerbetitel zu erringen. Der so genannte "Herausragende Universelle Wert", der die Aufnahme einer Stätte in die Welterbeliste rechtfertigt, liegt bei Hellerau im Experiment und Reformprojekt des frühen 20. Jahrhunderts. Dabei spielen soziale, künstlerische und wirtschaftliche Aspekte eine Rolle. Der Verein ist eine ausschließlich private Initiative, ohne administrative oder finanzielle Beteiligung der Kommune, des Landes oder des Bundes.

Das Gesamtkunstwerk Hellerau steht wie kaum ein anderer Ort für die Auseinandersetzung mit dem Industriezeitalter und eine daraus resultierende gesellschaftliche Modernisierung in allen Lebensbereichen. Der Reformbewegung um 1900 nahestehende Unternehmer, Architekten und Künstler schufen hier eine Mustersiedlung, in der gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse mit einem kulturreichen und naturnahen Leben verbunden werden sollten. Wirtschaftliches Zentrum der Siedlung waren die Deutschen Werkstätten, kulturelles Zentrum das Festspielhaus Hellerau.

Framus Museum

Gitarren und Bässe erzählen Jazz-, Rock- und Popgeschichte. Auf drei Ausstellungsetagen kann sich der Besucher seit der Eröffnung des Museums im Juli 2007 auf eine Zeitreise durch die Geschichte der…
Framus Museum




Gitarren und Bässe erzählen Jazz-, Rock- und Popgeschichte. Auf drei Ausstellungsetagen kann sich der Besucher seit der Eröffnung des Museums im Juli 2007 auf eine Zeitreise durch die Geschichte der legendären Gitarren-Marke begeben. John Lennon und Elvis hatten eine, Ex-Stone-Bassist Bill Wyman ebenso wie Peter Kraus: Sie alle spielten auf einer Framus-Gitarre und machten die deutsche Marke zu einem Weltbegriff.

Den Besucher erwarten im edlen Ambiente der Gründerzeitvilla mehr als 200 Exponate - von der Violine bis zum E-Bass. Sie zeigen nicht nur die Vorreiterrolle bei der industriellen Gitarrenproduktion auf, die die Marke - mit ihrem Symbol einer Geige vor der Weltkugel - von den 1950er bis 1970er Jahren einnahm, sondern veranschaulichen auch die Entwicklung verschiedener Musikstile seit dem Zweiten Weltkrieg.

Im Dachgeschoss kann der Besucher sogar selbst in die Saiten greifen: vier Framus-Gitarren und ein Warwick-Bass samt elektronischem Equipment aus der aktuellen Produktion stehen dort zum Antesten bereit. Aber nicht nur Musiker und Experten, sondern auch immer mehr Touristen sehen sich in dem repräsentativen Bau um.

Glasmuseum Weißwasser

Die Gemeinde Weißwasser in der schlesischen Oberlausitz war bis Ende der dreißiger Jahre der bedeutendste Glas produzierende Ort weltweit. 1873 wird hier erstmals Glas geschmolzen; in den folgenden…
Glasmuseum Weißwasser




Die Gemeinde Weißwasser in der schlesischen Oberlausitz war bis Ende der dreißiger Jahre der bedeutendste Glas produzierende Ort weltweit. 1873 wird hier erstmals Glas geschmolzen; in den folgenden drei Jahrzehnten entstehen in Weißwasser elf Glasfabriken, vier Glasraffinerien, eine Spiegelfabrik, eine Glasschablonenfabrik und viele Zulieferbetriebe. Beim Rundgang durch die Museumsvilla wird der Besucher mit der Entwicklung der elf Glasbetriebe und der Technologie vertraut gemacht. Modelle und Original-Werkstellen veranschaulichen diesen Prozess. Im großzügigen Treppenhaus steht der Besucher vor einer Glasmacherwerkstelle mit allen dazugehörigen Werkzeugen. Der Rundgang geht weiter unter den Stichwörtern Technologie und theoretische Grundlagen der Glasherstellung. So sieht man die Entwicklung der Schmelzöfen, die Bestandteile und Zusammensetzung der Rohstoffe zur Glasschmelze und Glasfärbung, die Herstellung der Formen für künftige Erzeugnisse und viele Details aus dem Produktionsprozess, wie z. B. die Glasabsprengmaschine, die von der Firma Hirsch, Janke & Co. entwickelt wurde - eine Pionierleistung für die weltweite Glasindustrie. In einem Videofilm werden die Glasherstellung und weitere Verarbeitungen bis zur Veredlung gezeigt. Von einem Förderverein, den Glasbetrieben und Bürgern wurden in wenigen Jahren ca. 20.000 Glasexponate und ebenso viel Schriftgut zusammengetragen, von denen ca. 3.000 in der Ausstellung zu sehen sind. Auch die Spezialsammlungen von Wilhelm Wagenfeld, Friedrich Bundtzen und der 'Arsall'-Gläser haben bereits einen beachtlichen Bestand.

Sonderausstellungen bereichern die Dauerausstellung und die musealen Darstellungen zur Entwicklungsgeschichte von Weißwasser.

Halle 9 Kirowwerk

Die zu den Kirow-Werken gehörende und entkernte Halle 9, in der noch bis zum Frühjahr 2016 die Umkleideräume der Mitarbeiter untergebracht waren, wurde zum Herbstrundgang des Leipziger…
Halle 9 Kirowwerk




Die zu den Kirow-Werken gehörende und entkernte Halle 9, in der noch bis zum Frühjahr 2016 die Umkleideräume der Mitarbeiter untergebracht waren, wurde zum Herbstrundgang des Leipziger Spinnereigeländes am 17. und 18. September 2016 erstmals als Kunstraum genutzt. Langfristig wird die Etablierung als Ausstellungsort angestrebt, der in Nachbarschaft zum Spinnereigelände Kunst wie Design und Architektur verhandelt.

Kirow ist Weltmarktführer für Eisenbahnkrane und Schlackentransporter mit Sitz in Leipzig und förderte auch in der Vergangenheit kontinuierlich Künstler und Kultureinrichtungen, so Robert Rauschenberg, Fabrice Hubert, Oscar Niemeyer, Gerhard Merz, Lada Nakonechna und Margret Hoppe sowie das Mendelssohnhaus und das Gewandhaus in Leipzig.

Harmonikamuseum Zwota

Das Harmonikamuseum in Zwota präsentiert dem Besucher eine eindrucksvolle Sammlung von historischen und neuzeitlichen Zungeninstrumenten. In einer ständigen Ausstellung wird die Vielfalt dieser…
Harmonikamuseum Zwota




Das Harmonikamuseum in Zwota präsentiert dem Besucher eine eindrucksvolle Sammlung von historischen und neuzeitlichen Zungeninstrumenten. In einer ständigen Ausstellung wird die Vielfalt dieser Instrumentengruppe dargestellt, deren Klangerzeugung anhand von Stahl- oder Messingzungen erfolgt, die durch Luftzufuhr zum Klingen gebracht werden.

Unter den Exponaten befinden sich zahlreiche Mundharmonikas sowie diatonische Handharmonikas aus dem 19. Jahrhundert, Instrumente der legendären Konzertina- und Bandonionfabriken der Familie Arnold aus Carlsfeld im Erzgebirge und Akkordeons in verschiedenen Ausführungen. Viele dieser Instrumente wurden in der Region hergestellt. Sie sind Zeitzeugen der wirtschaftlichen Entwicklung des Klingenthaler Gebietes.

In der ständigen Ausstellung sind außerdem eine Vielzahl von elektromechanischen und elektronischen Musikinstrumenten zu besichtigen, welche in dem Zeitraum vom Ende der 1950er Jahre bis 1990 im vogtländischen Musikwinkel gefertigt wurden.

Haus Schminke

Das Haus Schminke von Hans Scharoun ist eines der weltweit vier herausragenden Beispiele der Stilrichtungen "Neues Bauen" und "International Style". Hans Scharoun entwarf das Haus 1930 für den Löbauer…
Haus Schminke




Das Haus Schminke von Hans Scharoun ist eines der weltweit vier herausragenden Beispiele der Stilrichtungen "Neues Bauen" und "International Style".

Hans Scharoun entwarf das Haus 1930 für den Löbauer Nudelfabrikanten Fritz Schminke, der sich "ein modernes Haus für zwei Eltern, vier Kinder und gelegentlich ein bis zwei Gäste" wünschte. Die Umsetzung ist extravagant und funktionell zugleich. Der gebogene Korpus mit Terrassen, Außentreppe und zahlreichen runden Bullaugenfenstern weckt die Assoziation zu einem Schiff. Im Wohnbereich gehen die Räume fließend ineinander über. Großzügige Glasflächen beziehen den Garten als erweiterten Wohnraum mit ein. Neben Weite und Transparenz prägen vielfältige Gestaltungselemente das Raumerlebnis. Sie wurden eigens für das Haus entwickelt und setzen durch Form und Farbe besondere Akzente. Die Wirtschaftsräume mit Frankfurter Küche und der Schlafbereich sind im Gegensatz dazu bewusst spartanisch gehalten - mit leicht zu reinigenden Oberflächen und platzsparenden Einbauschränken. Die Gartenanlage gestaltete Herta Hammerbacher als ein dynamisches Verbindungsglied zwischen Architektur und Landschaft. Bauliche Elemente wurden in ihren Grundformen und Materialien im Garten fortgeführt, um eine Synthese von Organik und Anorganik zu erzeugen. Dieser Gestaltungsansatz war ganz typisch für die Landschaftsarchitektin, die über zwei Jahrzehnte der Arbeitsgemeinschaft Gartengestaltung in Bornim um Karl Foerster und Hermann Mattern angehörte.

Bereits 26 Jahre nach seiner Fertigstellung wurde das Haus Schminke als revolutionär geltendes Architekturwerk der Moderne denkmalrechtlich erfasst und 1978 schließlich unter Denkmalschutz gestellt. Es fehlt in keinem Architektur-Lexikon und wird in einem Zug genannt mit dem Haus Tugendhat von Mies van der Rohe in Brünn/Brno (1931), der Villa Savoye von Le Corbusier in Poissy bei Paris (1928-29) und dem Haus Kaufmann "Fallingwater" in Mill Run, Pennsylvania (1935–1939) von Frank Lloyd Wright. Alle vier Häuser wurden exakt auf die Bedürfnisse ihrer Bauherren zugeschnitten und beziehen die umgebende Natur auf eindrucksvolle Weise ein.

Henry van de Velde-Museum in der Villa Esche

Die vom belgischen Künstler Henry van de Velde entworfene Villa für den Unternehmer Herbert Eugen Esche ist ein Baudenkmal von europäischem Rang. Nach dem Abschluss der aufwändigen…
Henry van de Velde-Museum in der Villa Esche




Die vom belgischen Künstler Henry van de Velde entworfene Villa für den Unternehmer Herbert Eugen Esche ist ein Baudenkmal von europäischem Rang. Nach dem Abschluss der aufwändigen Restaurierungsarbeiten beherbergt die Villa Esche das erste Henry van de Velde-Museum Deutschlands. Dieses Museum zeigt Exponate aus dem umfangreichen Bestand der Kunstsammlungen Chemnitz: im Erdgeschoss vermitteln das ehemalige Speisezimmer und der Musiksalon weitgehend original möbliert einen Eindruck des ursprünglichen Ambientes. Im Obergeschoss der Villa gibt eine Dauerausstellung in den ehemaligen Schlafräumen und im Badezimmer Einblick in das weit gefächerte Gesamtschaffen des vielseitigen Künstlers.

Hillersche Villa

Die Hillersche Villa ermöglicht in der Stadt Zittau und im Landkreis Görlitz: ► Begegnung und Austausch von Menschen unabhängig von Alter, Herkunft, Religion und Geschlecht ► Spielräume und…
Hillersche Villa




Die Hillersche Villa ermöglicht in der Stadt Zittau und im Landkreis Görlitz:

► Begegnung und Austausch von Menschen unabhängig von Alter, Herkunft, Religion und Geschlecht

► Spielräume und Beteiligung für Menschen mit Ideen und Kreativität

► Individuelle Entwicklung und den Erwerb sozialer und interkultureller Kompetenzen

► Zahlreiche Höhepunkte in Theater, Kino, Kunst und Musik

► Die aktive Vernetzung gesellschaftlicher Akteure für Demokratie, Bildung und Kultur

► Die Identifikation mit unserer Heimat und ihrer Geschichte

► Schutz für Frauen und Kinder in Not

► Die Unterstützung gefährdeter Jugendlicher

► Ein echtes trinationales Miteinander im Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien

 

Die Hillersche Villa arbeitet in den Bereichen Werkstätten & Veranstaltungen, Kultur & Bildung, Soziale Arbeit und leitet zwei wirtschaftliche Geschäftsbetriebe. Das Thema Industriekultur wird als kulturelle und soziale Ressource verstanden, die in verschiedenen Projekten genutzt wird.

Industrieform

Günter Höhne, Diplom-Journalist, und seine Frau Claudia Höhne, Diplom-Kulturwissenschaftlerin, verfügen über eine große, ständig wachsende private Sammlung von Sachzeugnissen und Dokumentationen zur…
Industrieform




Günter Höhne, Diplom-Journalist, und seine Frau Claudia Höhne, Diplom-Kulturwissenschaftlerin, verfügen über eine große, ständig wachsende private Sammlung von Sachzeugnissen und Dokumentationen zur ostdeutschen Designgeschichte ab 1945, darunter mehrere hundert Originalprodukte vom Möbel bis zum Mikro-Chip, Dokumentationsnachlässe von Firmen und Institutionen und eine Fotothek mit rund 3000 eigenen Sachaufnahmen sowie zahlreichen Bilddokumenten Dritter. Eine vorangegangene erste „Sammlung Höhne Berlin“ wurde 2004 vom Leipziger GRASSI Museum für Angewandte Kunst für dessen Sammlung der Moderne angekauft.

Des weiteren befinden sich Leihgaben oder Schenkungen aus der Sammlung Höhne u. a. im Sächsischen Industriemuseum Chemnitz, im Stadtmuseum Halle und erfolgen seit dem Jahr 2007 Transfers in die Pinakothek der Moderne / Neue Sammlung München.

Institut für Neue Industriekultur INIK GmbH

Das deutsch-polnische Institut für Neue Industriekultur INIK mit Hauptsitz in Cottbus betreibt angewandte Forschung und Entwicklung in den Bereichen Architektur, Städtebau und Regionalplanung.…
Institut für Neue Industriekultur INIK GmbH




Das deutsch-polnische Institut für Neue Industriekultur INIK mit Hauptsitz in Cottbus betreibt angewandte Forschung und Entwicklung in den Bereichen Architektur, Städtebau und Regionalplanung. Intensive Forschungs- und Projektkooperationen bestehen u. a. mit der Politechnika Wroclawska, der Hochschule Lausitz und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus. In interdisziplinären Wissenschaftsteams untersuchen INIK-Mitarbeiter und Partner strukturschwache Städte und Regionen mit folgenden thematischen Schwerpunkten: Strategisches Planen und Entwerfen, Umsiedlung und Stadtumbau, Kulturtourismus und Denkmalpflege sowie regionale Ökonomien. Das INIK-Team erforscht in regionalen, nationalen und europaweiten Zusammenhängen komplexe Strategien der planerisch-gestalterischen Fachdisziplinen. Bei der Institutsarbeit haben in den letzten Jahren verstärkt der Klimawandel, energetische Aspekte der Stadtentwicklung und die demografischen Transformationsprozesse eine zentrale Rolle der Forschung und Entwicklung übernommen. Das Institut ist Forschungspartner und Auftragnehmer zahlreicher Hochschulen, Wirtschaftsunternehmen, staatlicher Institutionen und gesellschaftlicher Organisationen in Deutschland und Polen. Beratende Aufgaben übernimmt der Beirat des Institutes. Der Beirat setzt sich aus Vertretern der Landesministerien in Brandenburg, der Hochschulen (Cottbus, Frankfurt (Oder), Lodz, Gliwice), der Wirtschaft und der regionalen Planungsakteure zusammen.

Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft

2007 wurde die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung ins Leben gerufen. Ziel ist es, Branchenakteure wettbewerbsfähiger zu machen und mehr existenzsichernde Arbeitsplätze zu…
Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft




2007 wurde die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung ins Leben gerufen. Ziel ist es, Branchenakteure wettbewerbsfähiger zu machen und mehr existenzsichernde Arbeitsplätze zu schaffen. Im Zuge dieser Initiative wurde im RKW das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes eingerichtet.

Das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft ist sowohl bundesweit als auch regional für die Akteure der Branche aktiv.

Deutschlandweit arbeitet es an fachübergreifenden Inhalten – wie zum Beispiel Nachhaltigkeit und Innovation. Neue Trends, die sich in den Szenen vor Ort entwickeln, werden dabei aufgegriffen. Zu diesen Themen werden Experten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung angesprochen und ein zukunftsweisender Austausch ins Leben gerufen – zum Beispiel in Form von Workshops oder Podiumsdiskussionen.

Darüber hinaus übernimmt das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft eine beratende Funktion für die Politik: So werden beispielsweise die Förderprogramme des Bundes (z.B. ZIM-NEMO) daraufhin geprüft, wie gut sie für die spezifischen Belange von Kreativunternehmen geeignet sind.

Auf regionaler Ebene informiert das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft Akteure der Branche - während regelmäßiger Sprechtage und in Orientierungsberatungen. Hierfür arbeitet es eng mit vor Ort etablierten Beratungs- und Förderangeboten zusammen.

Ergänzt werden die Aktivitäten des Kompetenzzentrums durch den jährlich stattfindenden Branchenwettbewerb „Kultur- und Kreativpiloten Deutschland“, welcher die Auszeichnung besonders innovativer und kreativer Ideen und die Unterstützung deren unternehmerischer Umsetzung verfolgt.

KREATIVES SACHSEN

KREATIVES SACHSEN ist Mutmacher und Impulsgeber für Kultur- und Kreativschaffende in ganz Sachsen. Das sächsische Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft vernetzt informiert und supportet, ist…
KREATIVES SACHSEN




KREATIVES SACHSEN ist Mutmacher und Impulsgeber für Kultur- und Kreativschaffende in ganz Sachsen. Das sächsische Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft vernetzt informiert und supportet, ist Begleiter für neue Ideen und eröffnet Perspektiven für Kooperationen. KREATIVES SACHSEN setzt sich für mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung der Branche ein und bieten Weiterbildungen, Netzwerkveranstaltungen und kostenfreie Beratungen an, um die Kultur- und Kreativwirtschaft in Sachsen produktiv und nachhaltig zu unterstützen. Deutschlandweit ist KREATIVES SACHSEN die erste Organisation, die von den KreativunternehmerInnen selbst zur Stärkung der Branche ins Leben gerufen wurde. Träger ist der Landesverband der Kultur- und Kreativwirtschaft Sachsen e.V.

Kulturstiftung Leipzig

Die Kulturstiftung ist eine Stiftung des privaten Rechts, deren satzungsmäßige Ziele im Eintreten für die Belange des Denkmalschutzes, der Stadtkultur und des Umweltschutzes bestehen. Sie finanziert…
Kulturstiftung Leipzig




Die Kulturstiftung ist eine Stiftung des privaten Rechts, deren satzungsmäßige Ziele im Eintreten für die Belange des Denkmalschutzes, der Stadtkultur und des Umweltschutzes bestehen. Sie finanziert ihre Arbeit aus Erträgnissen des Stiftungsvermögens, durch Spenden, Sponsoring und Mieteinnahmen. Ihre Gremien sind der Stiftungsrat und ein Vorstand, die beide ehrenamtlich tätig sind. Die Geschäftsführung wird hauptamtlich ausgeübt. Die Kulturstiftung hat Ihren Sitz in der Alten Nikolaischule zu Leipzig. Die Kulturstiftung Leipzig realisiert Ihr Anliegen über publizistische Tätigkeit, über Öffentlichkeitsarbeit wie Vorträge, Diskussionen und Ausstellungen sowie durch materielle Projekte der Stadtkultur und Denkmalpflege. In Einzelfällen unterstützt sie Projekte fremder Träger, sofern sie in das Stiftungsprofil passen. Die Kulturstiftung berät und unterstützt Denkmaleigentümer bei ihrer, sich aus dem Denkmalschutzgesetz ergebenden Verantwortung.

Kunstgewerbemuseum

Das Auge schulen  ̶  das Dresdner Kunstgewerbemuseum erfüllte zunächst einen ganz praktischen Zweck: 1876 gegründet, war es an die Dresdner Kunstgewerbeschule angegliedert und sollte sowohl das…
Kunstgewerbemuseum




Das Auge schulen  ̶  das Dresdner Kunstgewerbemuseum erfüllte zunächst einen ganz praktischen Zweck: 1876 gegründet, war es an die Dresdner Kunstgewerbeschule angegliedert und sollte sowohl das Qualitätsbewusstsein für Materialität und Gestaltung fördern, als auch Studenten, Besucher und Produzenten aus Industrie und Gewerbe ein Formgefühl und Geschmack vermitteln. Denn die Aufhebung der Zünfte und die Industrialisierung hatten zunehmend zu einer Verschlechterung der Produktqualität geführt und so sollte die Gründung des Museums vor allem eine staatliche Initiative zur Förderung und Weiterentwicklung der sächsischen Wirtschaft sein. Damit gehörten die Kunstgewerbeschule und das Kunstgewerbemuseum zu wichtigen Institution für die frühe sächsische Industriekultur.

Seit 1914 wurde es als eigenständiges Museum geführt und eine kunsthistorisch fundierte Präsentation nach Stilepochen rückte in den Vordergrund. Zahlreiche Stücke der Sammlung gingen in den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs durch Zerstörung und Diebstahl verloren, darunter wertvolle Wandteppiche und Exponate der Ostasiensammlung. Durch die Zerstörung der Dresdner Innenstadt fehlte es zudem lange an Ausstellungsflächen. Einige Teile der Sammlungen kamen im Zwinger unter und einzelne Möbel sind bis heute in den Schlössern in Moritzburg und Weesenstein ausgestellt. Seit 1963 ist das Schloss Pillnitz Ausstellungsort der Sammlung, die jedoch aus konservatorischen Gründen nur von Mai bis November für Besucher zugänglich ist.

Neben Besonderheiten wie dem Schaudepot der Deutschen Werkstätten Hellerau und den Weinlig-Zimmern im Schloss Pillnitz sind durch Sonderausstellungen regelmäßig ausgewählte Objekte in der zentral gelegenen Kunsthalle im Lipsiusbau sichtbar.

Die Vision der Direktorin Tulga Beyerle: Das Kunstgewerbemuseum soll ein Ort sein, der auch heutige Designer zu neuen Ideen inspiriert und es ermöglicht die gestalterisch-traditionellen Schwerpunkte der Sammlung mit innovativen und internationalen Positionen in den Dialog treten zu lassen und Teil der zeitgenössischen Industriekultur in Sachsen zu sein. Aus diesem Impuls konnten bei der systematischen Erweiterung der Sammlung in den letzten Jahren vor allem auch zeitgenössische Stücke aus den angrenzenden Nachbarländern Polen und Tschechien erworben werden.  

Kunstkraftwerk

Im Kunstkraftwerk Leipzig, einem früheren Heizwerk (Baujahr 1900, bis 1992 in Betrieb) im Leipziger Westen, werden seit 2015 über 2000 qm Ausstellungsfläche durch sogenannte Immersive Art Shows…
Kunstkraftwerk




Im Kunstkraftwerk Leipzig, einem früheren Heizwerk (Baujahr 1900, bis 1992 in Betrieb) im Leipziger Westen, werden seit 2015 über 2000 qm Ausstellungsfläche durch sogenannte Immersive Art Shows inszeniert.

Diese immersive (engl. = eintauchen) Kunst ist eine Form des Kunstexperiments, die es einem breiten Publikum ermöglicht, eine neue Sinneserfahrung zu erleben. Der Betrachter steht nicht mehr vor dem Werk oder der Bühne, sondern im Mittelpunkt und wird zum integralen Bestandteil des Werkes. Die großformatig projizierten Bildwelten werden in den Industriehallen des alten Heizwerks durch Licht und Ton inszeniert.

Die Ausstellungen lassen die Besucher dabei mit "LEONARDO DA VINCI - RAFFAEL - MICHELANGELO" in die Zeit der Renaissance eintauchen, entführen mit "HUNDERTWASSER experience" in die Welt des Malers, lassen mit "WERK in Progress" den Charme und die Kraft des Industriegebäudes wieder auferleben oder verzaubern mit "Die Wunderwelten von Alice" einfach nur.

RELATIONS und VISIBLE SOUND flankieren als Sonderausstellungen das aktuelle Immersionsprogramm der Maschinen- und Kesselhalle des Kunstkraftwerk. Internationale Künstler zeigen hier Werke zeitgenössischer und medienbasierter Kunst, von der Fotografie, über die Videokunst bis hin zu interaktiven audiovisuellen Installationen.

Kunstsammlungen Chemnitz - Museum am Theaterplatz

Dem Typus nach sind die KUNSTSAMMLUNGEN CHEMNITZ - Museum am Theaterplatz ein kunsthistorisches Museum mit einer seit 1866 entstandenen Sammlung. Zeitlich beginnt der Bestand der Malerei Ende des 18.…
Kunstsammlungen Chemnitz - Museum am Theaterplatz




Dem Typus nach sind die KUNSTSAMMLUNGEN CHEMNITZ - Museum am Theaterplatz ein kunsthistorisches Museum mit einer seit 1866 entstandenen Sammlung. Zeitlich beginnt der Bestand der Malerei Ende des 18. Jahrhunderts und der der Skulpturen Mitte des 19. Jahrhunderts. Schwerpunkte der Grafik bilden das 19. und 20. Jahrhundert (Honoré Daumier, Karl Schmidt-Rottluff, Picasso, Wolfgang Mattheuer, Lyonel Feininger, u.a.). Den heterogensten Bestand zeigt das Kunstgewerbe mit Koptischen Stoffen aus dem 4. bis 8. Jahrhundert und bedeutenden europäischen Textil-, Plakate- und Tapetensammlungen. Das Museum besitzt die weltweit einzige museale Strumpfkollektion mit 4.000 Exemplaren aus den Jahren 1880 bis 1910.

Ein Glücksfall für die Kunstsammlungen Chemnitz war, dass der finanzielle Wohlstand mit der Entstehung der Moderne zusammenfiel. Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976) wurde in Chemnitz geboren, Erich Heckel (1883-1970) und Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938) verbrachten ihre Schulzeit hier. Ebenso ist eine große Anzahl wertvoller Kunstwerke des Hauses mäzenatischem Handeln wohlhabender Chemnitzer Unternehmer und Kunstfreunden zu danken. Dazu gehört die Familie Vogel (Koptische Stoffe, 1899), Erich Goeritz (1.127 Lithografien von Honoré Daumier, 1926), Familie Harald Loebermann (300 Arbeiten auf Papier von Lyonel Feininger, 2009) und Hartmut Koch (850 Werke von Wolfgang Mattheuer, 2002/2009). Wichtige Meilensteine in der Rückkaufgeschichte von Kunstwerken waren unter anderem 'Kopf eines Denkers' von Wilhelm Lehmbruck, 'Ausblick aus der Villa Romana' von Max Beckmann oder 'Käte und Hugo Perls' von Edvard Munch, die der Sammlung durch die Aktion der sog. 'Entarteten Kunst' entzogen wurden.

Nach der Wende war das Museumsgebäude in einem desolaten Zustand. Nach jahrelangen Baumaßnahmen befindet sich das Gebäude nicht nur in einem hervorragenden Zustand, vielmehr ist es nach dem Urteil des Schriftstellers Dschingis Aitmatow ´das schönste Museum in Europa`. Heute verfügen die KUNSTSAMMLUNGEN CHEMNITZ - Museum am Theaterplatz über neue Ausstellungsräume, in denen dauerhaft 'Malerei der Romantik' und 'Skulpturen' aus dem Sammlungsbestand gezeigt werden. 1998 konnte die Stiftung Carlfriedrich Claus - Archiv für die Kunstsammlungen Chemnitz gesichert werden, damit ist der gesamte Nachlass des Künstlers (575 Handzeichnungen, 850 Druckgrafiken, 267 Tonbandkassetten, Manuskripte, Tagebücher, Notizbücher, seine Bibliothek mit 10.000 Bänden und mehr als 22.000 Briefe) im Museum. Zu den Kunstsammlungen Chemnitz - Museum am Theaterplatz gehört außerdem eine Kunstbibliothek (70.000 Bände) mit Lesesaal.

Marianne Brandt Gesellschaft e.V.

Die 1893 in Chemnitz geborene Marianne Brandt ist die wohl bedeutendste deutsche Metallgestalterin. Sie bestimmte durch ihre Entwürfe wesentlich die Produktgestaltung des 20. Jahrhunderts. Produkte…
Marianne Brandt Gesellschaft e.V.




Die 1893 in Chemnitz geborene Marianne Brandt ist die wohl bedeutendste deutsche Metallgestalterin. Sie bestimmte durch ihre Entwürfe wesentlich die Produktgestaltung des 20. Jahrhunderts. Produkte nach ihren Entwürfen sind in renommierten Museen auf der ganzen Welt ausgestellt, so zum Beispiel im Museum of Modern Art in New York. Zum großen Teil werden sie unverändert noch heute in Serie produziert.

Marianne Brandt studierte in den 1920er Jahren am Bauhaus in Weimar und Dessau. Berühmt wurde sie durch ihre Gestaltungsleistungen in der Metallwerkstatt am Bauhaus. Sie entwarf hauptsächlich Gebrauchsgerät wie Tee-Extraktkännchen, Aschenbecher oder Tee- und Kaffeeservice. Großen Ruhm erlangte sie besonders durch ihre formschönen Lampen. Nach ihrem Studium arbeitete sie u.a. im Bau-Atelier von Walter Gropius in Berlin, anschließend von 1929 bis 1932 in den Ruppel-Werken in Gotha.

Seit 2000 widmet sich die Marianne Brandt-Gesellschaft intensiv dem geistigen Erbe der Chemnitzerin. So unterhält sie im Elternhaus von Marianne Brandt öffentlich zugängliche Studienräume. Hier kann man sich mit dem Leben und Werk der Gestalterin vertraut machen oder informelle Veranstaltungen besuchen.

Mathematisch-Physikalischer Salon

In der Welt des Mathematisch-Physikalischen Salons ticken die Uhren anders. Zum Beispiel die Weltzeituhr von Andreas Gärtner: 365 Ziffernblätter sind auf einer großen Scheibe befestigt und zeigen die…
Mathematisch-Physikalischer Salon




In der Welt des Mathematisch-Physikalischen Salons ticken die Uhren anders. Zum Beispiel die Weltzeituhr von Andreas Gärtner: 365 Ziffernblätter sind auf einer großen Scheibe befestigt und zeigen die Uhrzeit an 365 verschiedenen Orten der Erde an. Um 1690 hat Andreas Gärtner eine verblüffende technische Lösung für die Konstruktion dieser Uhr entwickelt – sie nutzt die Gesetzte der Schwerkraft. Oder die spektakuläre Planetenuhr: Bereits in den 1560er Jahren wurde sie in Marburg und Kassel im Auftrag des sächsischen Kurfürsten August konstruiert. Sie zeigt den der Uhrzeit entsprechenden Stand von Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn an – eine technische Meisterleistung.

Die beiden Uhren zählen zu den vielen Prunkstücken der weltberühmten Sammlung historischer Uhren und wissenschaftlicher Instrumente, die der Mathematisch-Physikalische Salon beherbergt. Dazu gehören Erd- und Himmelsgloben, faszinierende optische, astronomische und geodätische Geräte, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen, historische Instrumente zum Rechnen, Zeichnen und zur Bestimmung von Längen, Maßen, Temperatur und Luftdruck. Die Objekte geben einen Überblick über die Entwicklung der frühen feinmechanischen Instrumente, Globen und Uhren und vermitteln anhand ausgewählter Beispiele ihre Anwendung und Technik. Darüber hinaus sind sie Kunstwerke von höchstem Niveau, die ihre fürstliche Herkunft widerspiegeln.

Von herausragender Bedeutung sind der arabische Himmelsglobus aus dem 13. Jahrhundert und die Rechenmaschine von Blaise Pascal, die um 1650 entstanden ist. Oder ein trommelnder Bär, Wecker und Musikautomat in einem. Aber auch der Brennspiegel, mit dem Freiherr von Tschirnhaus jene hohe Temperatur erzielte, die zur Herstellung von Porzellan erforderlich war. Nachdem der Mathematisch-Physikalische Salon nach der stattgefundenen umfassenden Sanierung wieder eröffnet ist, sind allein diese Objekte den Besuch wert.

 

Metallwarenfabrik J. Arthur Dietzold

Die ehemalige Metallwarenfabrik ist heute ein Beispiel für privat getragene Revitalisierung von Industriebrachen. Mit Emil Franz Hänsel entwarf einer der Anfang des 20. Jahrhunderts meistbeschäftigten…
Metallwarenfabrik J. Arthur Dietzold




Die ehemalige Metallwarenfabrik ist heute ein Beispiel für privat getragene Revitalisierung von Industriebrachen.

Mit Emil Franz Hänsel entwarf einer der Anfang des 20. Jahrhunderts meistbeschäftigten Leipziger Architekten für Industrie- und Gewerbebauten diese Fabrik. Hergestellt wurden hier Nägel, Artikel für die in Leipzig konzentrierte Pelzverarbeitungsindustrie sowie später Elektroschaltgeräte. Mitte der 1990er Jahre wurde die Produktionsstätte aufgegeben.

Nach Jahren des Leerstandes wird das Areal seit ca. 2015 wiederbelebt. Neben einer Werbeagentur und einer Galerie sind bereits  ca. 40 bildende Künstler ansässig. Vorgesehen ist eine schrittweise, niedrigschwellige Sanierung des Gebäudes.

Orientalische Tabak- und Cigarettenfabrik Yenidze

Der als Zigarettenfabrik errichtete Bau war Teil der Markenwerbung des Unternehmens. Die Fassade des modernen Stahlbetonskelettbaus, seine markante Kuppel und der als Minarett getarnte Schornstein…
Orientalische Tabak- und Cigarettenfabrik Yenidze




Der als Zigarettenfabrik errichtete Bau war Teil der Markenwerbung des Unternehmens. Die Fassade des modernen Stahlbetonskelettbaus, seine markante Kuppel und der als Minarett getarnte Schornstein wurden nach dem Vorbild osmanischer Bauten gestaltet. Auf den ersten Blick ist daher die Fabrik dahinter nicht zu erkennen.

Der Name Yenidze verweist auf den nordgriechischen Ort, aus dem das Unternehmen seinen Tabak importierte. 1924 wurde das Unternehmen an den Tabakkonzern Reemtsma verkauft. Trotz starker Kriegszerstörungen wurde am Ort bis 1953 produziert, anschlließend wurde die Räume als Lager genutzt, 1976 bis 1990 hatte der VEB Tabakkontor, die Verwaltung des staatlichen Tabakhandels der DDR, hier seinen Sitz.

Seit 1980 ist die "Tabakmoschee" anerkanntes Baudenkmal. 1995 bis 1997 wurde sie saniert und zum Bürogebäude umgebaut. Im Dach- und Kuppelbereich wurde ein Restaurant eingerichtet, so ist dieser einzigartige Bau für die Öffentlichkeit zugänglich.

Photographiedepot

Die im PHOTOGRAPHIEDEPOT versammelten Aufnahmen zeigen architektonische, landschaftliche und industrielle Zeugnisse des Umbruchs in Mitteleuropa; an ihnen kann Geschichte hergeleitet wie Zukunft…
Photographiedepot




Die im PHOTOGRAPHIEDEPOT versammelten Aufnahmen zeigen architektonische, landschaftliche und industrielle Zeugnisse des Umbruchs in Mitteleuropa; an ihnen kann Geschichte hergeleitet wie Zukunft begründet werden. Depot ist ein Ort, an dem etwas abgelegt wird. Das Deponierte ist damit vorläufig aus dem Verkehr gezogen, kann aber jederzeit wieder eingesetzt werden. Vom Archiv unterscheidet sich das Depot durch die kürzere Verweildauer des Gelagerten. Beides sind Zwischenlager; erst die Deponie markiert Endgültiges. Ein Photographiedepot hat gegenüber dem Oberbegriff Bildarchiv einen anderen Zeitbezug: die gesammelten Bilder sind als Maßstab der täglich neu entstehenden Aufnahmen ständig präsent. Jedes Photo ist ein Dokument; dokumentarisch wird es durch die Intention des Photographen wie durch den Gebrauch der Vermittler und Betrachter.

Die im PHOTOGRAPHIEDEPOT versammelten Aufnahmen zeigen architektonische, landschaftliche und industrielle Zeugnisse des Umbruchs in Mitteleuropa; an ihnen kann Geschichte hergeleitet wie Zukunft begründet werden. (Rolf Sachsse, April 1994)

Der Photograph agiert so als als Industriearchäologe und Archivar. Er lokalisert Orte der Industriegeschichte, bedrohte und transformierte Orte. Er archiviert und dokumentiert sie.

Porzellansammlung

Affen und Löwen, ein Adler und ein Pfau, sogar ein »Bologneser Hündchen« haben sich eingefunden: Der Saal mit Meissener Porzellantieren ist eine Attraktion in der Porzellansammlung. Die Dresdner…
Porzellansammlung




Affen und Löwen, ein Adler und ein Pfau, sogar ein »Bologneser Hündchen« haben sich eingefunden: Der Saal mit Meissener Porzellantieren ist eine Attraktion in der Porzellansammlung. Die Dresdner Sammlung ist die qualitätsvollste und zugleich umfangreichste keramische Spezialsammlung der Welt, nicht zuletzt wegen ihrer herausragenden Bestände frühen Meissener Porzellans sowie ostasiatischer Porzellane des 17. und frühen 18. Jahrhunderts. August der Starke (1670-1733) war süchtig nach Porzellan. Seiner 'maladie de porcelaine', wie er selbst seine Sucht nach dem 'weißen Gold' bezeichnete, verdankt Dresden diese einzigartige Sammlung. In der herrlichen Innenarchitektur des Zwingers, immer mit Blick auf die barocke Kulisse des Zwingerhofes, werden heute die schönsten der 20.000 erhaltenen Stücke präsentiert. Der Bogen der ausgestellten Porzellane spannt sich von Zeugnissen der chinesischen Ming-Periode über die reichen Bestände aus der Regierungszeit des Kaisers Kangxi (1662–1722) bis hin zu japanischen Imari- und Kakiemon-Porzellanen des frühen 17. und 18. Jahrhunderts. Auch die Entwicklung des Meissener Porzellans von der Erfindung im Jahre 1708 bis zum späten 18. Jahrhundert lässt sich in Werken höchster Kunstfertigkeit ablesen.

In den letzten Jahren schuf der international renommierte New Yorker Architekt Peter Marino die Entwürfe für die Innenausstattung der beiden Bogengalerien und des Tiersaals - teils nach der eigenen Fantasie, teils das historische Konzept des Japanischen Palais von dem Architekten Zacharias Longuelune aus dem Jahre 1735 neu interpretierend. So erwartet die Besucher beispielsweise ein opulentes Wandarrangement in der Langgalerie mit türkisfarbenem Porzellan vor purpurvioletter Wand. Dieses Ensemble war in größerer Form bereits für das Porzellanschloss – das Japanische Palais - vorgesehen. Im Tiersaal sind die Wände mit Ledertapeten nach Vorbildern des frühen 18. Jahrhunderts gestaltet - in der Mitte des Saales stehen zwei chinesisch anmutende Baldachine, zwischen ihnen ein gitterförmiger fünf Meter hoher Pavillon im chinesischen Stil, gedeckt von einem Pagodendach mit Porzellanglocken. Auf vergoldeten Wandkonsolen sitzen Vogelplastiken des Meissener Modelleurs Johann Joachim Kaendler - ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert.

 

progressio

Die Firma progressio – Netzwerk für Kommunikationsdesign führt in Kooperation mit der Stadt Plauen, Wirtschaftsförderung Plauen, der Handwerkskammer Chemnitz die „SCHAU AUF DESIGN“ durch. Zum dritten…
progressio




Die Firma progressio – Netzwerk für Kommunikationsdesign führt in Kooperation mit der Stadt Plauen, Wirtschaftsförderung Plauen, der Handwerkskammer Chemnitz die „SCHAU AUF DESIGN“ durch.

Zum dritten Mal zeigt die innovative Messe „SCHAU AUF DESIGN“, was das Vogtland kann. 2016 findet die Messe am 16. und 17. April statt, diesmal sind die Aussteller in den „Industriebau Plauener Gardine“ (Leuchtsmühlenweg) in Plauen eingeladen. Auf einer Fläche von über 3.000 Quadratmetern wird dem Fachpublikum aus der Kreativwirtschaft und dem weiterverarbeitendem Sektor als auch Endkunden und Interessierten ein Einblick in das kreative Potenzial der regionalen Unternehmen gewährt.

Die 3. SCHAU AUF DESIGN wird damit bereits im Jahr 2016 stattfinden, nicht wie ursprünglich von Veranstalter Uwe Fischer von der Plauener Firma progressio angekündigt, erst 2017. „Vor allem durch eine neuartige branchenübergreifende Messeorganisation konnten wir in zwei Tagen eine stattliche Besucheranzahl von fast 5000 Menschen für uns gewinnen. Daher beschlossen wir, das Format weiter zu führen und auszubauen“, sagt Uwe Fischer. „Durch die Abfragen etablierter und starker Firmen aus der Region sowie den Zuspruch bisheriger Aussteller haben wir uns für die SCHAU AUF DESIGN 2016 entschieden.“ Interessenten können sich ab sofort mit der Firma progressio in Verbindung setzen.

Das Vogtland sieht sich als Zukunftsfabrik. Ziele der Messe sind, vor allem neuartige Produkte einer breiten Öffentlichkeit zur „Schau zu stellen“ und Produkten in der Entwicklung die entscheidenden Impulse zu geben. Die Stärkung der regionalen Wirtschaftsstruktur durch die Bündelung von Kontakten spielt dabei ebenfalls eine entscheidende Rolle.

 

Hintergrund

Die SCHAU AUF DESIGN, die sich als neuer Treffpunkt innovativer Unternehmen aus Plauen, dem Vogtland und angrenzenden Regionen versteht, hat bei ihrer Premiere 2014 im IBS Industriepark Plamag auf Anhieb Aussteller und Gäste überzeugt, die 2. SCHAU AUF DESIGN fand 2015 am selben Veranstaltungsort statt. Die Resonanz auf dieses von der Plauener Stadtverwaltung, dem Deutschen Innovationszentrum für Stickerei e.V. (DIS) und der Handwerkskammer Chemnitz maßgeblich initiierte und von der Plauener Firma progressio mit viel Engagement und Kreativität organisierte Ereignis, fiel in beiden Jahre durchweg positiv aus. Bei größerer Fläche und verdoppelter Veranstaltungsdauer schaffte es die SCHAU AUF DESIGN 2015, an zwei Veranstaltungstagen mit 4500 auch doppelt so viele Besucher anzuziehen.

Es geht um die nachhaltige, branchenübergreifende Stärkung der Wirtschaft – und damit auch um ein tief verankertes Argument für die Politik, regionale Interessen durchsetzen und konzentrierte Unterstützung einwerben zu können.

Ziele der SCHAU AUF DESIGN

- Stärkung der regionalen Wirtschaftsstruktur

- Unterstützung bei der Entwicklung innovativer Produkte durch Social-Networking

- Moderne, innovative Messegestaltung mit Ausstrahlungskraft für hohe Kunden- und Unternehmerzufriedenheit

- Vernetzung der regionalen Unternehmen zum Wissenstransfer

- Technik trifft auf Design: Präsentation regionaler Produzenten und Designer

- Bindung von Fachkompetenzen an das Vogtland

- Stärkung der Identifikation der Bewohner mit ihrer Region

Schaubühne Lindenfels

Die Schaubühne Lindenfels ist ein Leipziger Produktions- und Aufführungsort mit einem interdisziplinären Gesamtkonzept. Programmatische Schwerpunkte sind Theater/Tanz/Performance und Filmkunst,…
Schaubühne Lindenfels




Die Schaubühne Lindenfels ist ein Leipziger Produktions- und Aufführungsort mit einem interdisziplinären Gesamtkonzept. Programmatische Schwerpunkte sind Theater/Tanz/Performance und Filmkunst, ergänzt durch Musik, Literatur, neue Medien und bildende Kunst. Dabei ist die Konzentration auf aktuelle Fragestellungen in thematischen Reihen, Programmwochen, Retrospektiven, Themenabenden und Festivals, in denen unterschiedliche Zugriffe erprobt und provoziert werden, zu einem besonderen Markenzeichen geworden. Diskussionsforen, Ausstellungen und Salons vervollständigen die künstlerischen Positionen.

Als bedeutende professionelle Kultureinrichtung in Leipzig ist die Schaubühne in verschiedenen Netzwerken überregional verankert und wirkt als zentraler Ort und Anlaufpunkt für die Entwicklung des Leipziger Westens als kulturell geprägtes Quartier. Sie war Initiatorin des „Westbesuchs“ und ist Projektträgerin des „Boulevard Heine“, einem wichtigen Instrument der Identitätsstiftung und kulturellen wie wirtschaftlichen Entwicklung des Quartiers. 

 

Städtisches Gaswerk II

Die beiden ehemaligen Gasbehälter sind Relikte aus der Zeit der Stadtgasgewinnung. Das Gas wurde zunächst zu Beleuchtungszwecken, nach dem Siegeszug der Elektrizität zu Heizzwecken genutzt. Die…
Städtisches Gaswerk II




Die beiden ehemaligen Gasbehälter sind Relikte aus der Zeit der Stadtgasgewinnung. Das Gas wurde zunächst zu Beleuchtungszwecken, nach dem Siegeszug der Elektrizität zu Heizzwecken genutzt. Die Gasometer gehörten zu einem größeren Komplex städtischer Versorgungsbetriebe, angefangen beim nördlich gelegenen Schlachthof (heute Zentrale des Mitteldeutschen Rundfunks) bis hin zum südlich gelegenen Elektrizitätswerk. Bis 1977 wurde in Leipzig Stadtgas gewonnen, seit dem bezieht die Stadt Ferngas.

Im Jahr 2005 schlossen die Stadtwerke Leipzig die Sanierung des großen Gasometer ab. Wechselnde Panoramen des Künstlers Yadegar Asisi sind eine innovative Nutzung für diesen Ort. Der kleinere Gasometer wird seit seiner Sanierung als Open-Air-Veranstaltungsort genutzt.

Tapetenwerk

In der ehemals zweitgrößten Tapetenfabrik Deutschlands ist heute ein Produktions- und Kommunikationsort für Kreative entstanden: für Künstler und Designer, Architekten und Mediengestalter, für…
Tapetenwerk




In der ehemals zweitgrößten Tapetenfabrik Deutschlands ist heute ein Produktions- und Kommunikationsort für Kreative entstanden: für Künstler und Designer, Architekten und Mediengestalter, für kreatives Handwerk wie die Longboard-Werkstatt oder für neue Arbeitskonzepte wie den Coworking-Space.

Die Tapetenfabrik Langhammer und Söhne wurde 1873 gebaut und war unter ihrem Direktor Emil Zilling die zweitgrößte Tapetenfabrik Deutschlands. Auch nach dem zweiten Weltkrieg wurden hier wieder Tapeten produziert: anfangs noch unter der Leitung der Gründernachfahren, später als VEB Tapetenwerk. Bis 1990 gehörte die Fabrik mit eigener Tapetendesign-Abteilung zum VEB Verpackungsmittelkombinat Leipzig und danach wurden in der Leipziger Tapeten GmbH noch bis zum August 2006 Platzdeckchen für die Lufthansa gefertigt.

Nach der Insolvenz der Firma wurde das alte Fabrikgelände mitten im Leipziger Westen mit seinen acht Hallengebäuden und Kontorhäusern von der Treuhandanstalt an die heutigen privaten Eigentümer – selbst Architekten – verkauft und es wurde sofort mit der Sanierung der ersten Galerie- und Atelierräume und der Werkskantine begannen.

Konzeptionelle Hauptidee war von Anfang an, die historische Fabrikanlage aus der Gründerzeit schrittweise auszubauen, um preiswerte, aber professionelle Räume für „Kreative“ zu schaffen und damit auch einen zentralen Kommunikationsort für Projekte und Ideen. Dabei soll immer der Charme der alten Industriearchitektur erhalten werden und das Tapetenwerk als „Produktionsstandort“ erhalten bleiben.

Mit dem Tapetenwerkfest 1.0 wurde das Tapetenwerk im April 2007 „eröffnet“ und bis heute werden vier „Kunstrundgänge“ im Jahr mit Ausstellungen und offenen Ateliers veranstaltet: dann werden öffentlich und unabhängig neue Positionen aus Kunst, Design, Architektur in den Galerie-Ateliers im Erdgeschoß präsentiert, in denen übers Jahr Webdesigner, Architekten oder Fotografen arbeiten. Ganzjährig finden Ausstellungen und Workshops auf den 320 qm der Halle C01 statt, die besonders als Präsentations- und Kommunikationsraum für junge Kreative und Kunstprojekte betrieben wird.

2012 wurde das Tapetenwerk in die Good-Practice Datenbank der Netzwerkreihe „wieweiterarbeiten – ARBEITSORTE DER ZUKUNFT“ der Bundesstiftung Baukultur aufgenommen.

Unikat e.V.

Die Arbeit mit Materialien wie Keramik, Metall, Leder, Stein, Textilien und Holz ist uralt und fordert Zeit, Aufmerksamkeit und Hingabe. Ob Geschirr oder Geige – jeder Gegenstand, der mit Achtsamkeit…
Unikat e.V.




Die Arbeit mit Materialien wie Keramik, Metall, Leder, Stein, Textilien und Holz ist uralt und fordert Zeit, Aufmerksamkeit und Hingabe. Ob Geschirr oder Geige – jeder Gegenstand, der mit Achtsamkeit hergestellt wird, erfährt Achtsamkeit im Gebrauch. Daraus entsteht Nachhaltigkeit.

Der „Unikat – Verein für Handwerk und Kunst e.V.“ ist ein gemeinnütziger Verein motivierter und visionärer Menschen, die eine Akademie für Handwerk und Kunst in Dresden gründen wollen. Und Sie sind dazu eingeladen!

Interessierte Menschen erlernen und verbinden altes Handwerk mit neuen Materialien und Technologien zur Erschaffung nachhaltiger Produkte. Unikat ist ein Gegenentwurf zu staatlichen Schulen und konzentriert sich auf die Ausbildung in traditionellen kunsthandwerklichen Berufen.

Bildung bedeutet für uns mehr als Erziehung. Vielmehr ist Bildung ein Prozess der Zusammenführung von Körper, Geist und Seele. Wir wollen unsere Akademie als einen Ort des kreativen Schaffens, generationsübergreifenden Austauschs und der Lebensfreude entwerfen.

URANIA - Wissen macht Theater

Man nehme eine spannende Geschichte, eine mobile Bühne mit handgefertigten Puppen und liebevoll gestalteten Bühnenbildern, dazu zwei spielwütige Puppenspieler, würze das Ganze mit einer kräftigen…
URANIA - Wissen macht Theater




Man nehme eine spannende Geschichte, eine mobile Bühne mit handgefertigten Puppen und liebevoll gestalteten Bühnenbildern, dazu zwei spielwütige Puppenspieler, würze das Ganze mit einer kräftigen Brise Wissen und mische darunter in freier Improvisation die cleveren Ideen des Publikums. Was entsteht ist ein Theatererlebnis der besonderen Art, denn bei uns wird das Motto "Wissen macht Theater" groß geschrieben. Das zeigt sich nicht nur in den Themen, die unseren selbst verfassten Theaterstücken zugrunde liegen, sondern auch darin, dass die großen und kleinen Zuschauer aktiv ins Bühnengeschehen einbezogen werden und damit Teil der Handlung sind. Die Kinder lernen so auf ganz spielerische Weise und können ihr eigenes Wissen testen. Möglich macht dies die flexible Struktur unserer Theaterstücke, die statt fester Texte nur lose Handlungsstränge aufweisen und den Spielern viel Raum für Improvisation bieten. Neugierig geworden? Na, dann schauen Sie sich doch einfach auf unseren Seiten um oder kommen Sie zu einer unserer Vorstellungen vorbei. Wir freuen uns auf Sie.

Westkultur

Im Leipziger Stadtteil Plagwitz haben sich in den letzten Jahren zahlreiche kulturelle Einrichtungen angesiedelt. Mit der neuen Wegweisung sollen die Standorte dieser Institutionen künftig besser zu…
Westkultur




Im Leipziger Stadtteil Plagwitz haben sich in den letzten Jahren zahlreiche kulturelle Einrichtungen angesiedelt. Mit der neuen Wegweisung sollen die Standorte dieser Institutionen künftig besser zu finden sein. Hierfür wurde bereits zu Beginn des Jahres eine Fernwegweisung im gesamten Leipziger Stadtgebiet installiert. Diese leitet mit dem Begriff „Westkultur“ in den Leipziger Westen und wird hier durch die Nahwegweisung abgelöst und weitergeführt. Beteiligt sind bei diesem Pilotprojekt Kulturinstitutionen wie: Klinger-Villa, Alte Damenhandschuhfabrik, Lofft, Museum für Druckkunst, Musikalische Komödie, Bibliothek Plagwitz, Spinnerei, Tapetenwerk und Theater der Jungen Welt.

Die Schilder der neuen Kulturwegweisung für den Leipziger Westen bestehen aus dem Logo sowie dem zugehörigen Schriftzug „Westkultur“. Darunter befinden sich Einzelschilder zu den diversen Kultureinrichtungen. In Anlehnung an das allgemeine touristische Wegeleitsystem sind die Schilder in den Farben weiß und braun gestaltet. Eine Besonderheit stellt dabei die verwendete Schriftart dar. Mit der Kristall Grotesk wurde eine Schrift gewählt, die 1937/38 von der Stempelschneiderei Wagner&Schmidt in Leipzig herausgegeben wurde. Die Schrift ist seit 1999 Teil des ca. 4.000 Schriftarten umfassenden Bestandes im Museum für Druckkunst Leipzig. In der Sammlung befinden sich die letzten originalen Gießformen (Matrizen) der Kristall Grotesk, deren Rechte am Schriftdesign beim Museum liegen. Voraussetzung für die erste Anwendung war die aufwendige Digitalisierung der Schrift Kristall Grotesk im Jahr 2009. Mit der praktischen Umsetzung beauftragte das Museum das Hamburger Type-Designstudio Elsner+Flake, die auf eine möglichst werkgetreue Wiedergabe achteten. Die Schrift eignet sich hervorragend für heutige Anwendungen, so der Mitinhaber des Designstudios, Günther Flake: „Trotz vieler Merkmale, die auf ihre Entstehungszeit deuten, weisen einzelne Zeichen Formen auf, die noch immer aktuell sind oder, neu wiederentdeckt, zur Zeit gerade wieder als modern gelten.“ Die Anwendung dieser originären Leipziger Schrift im öffentlichen Raum ist ein besonderer Hinweis auf die historische Bedeutung Leipzigs als Ort der Schriftgestaltung und –herstellung mit einer über 100jährigen Tradition. Eine weitere praktische Anwendung der Kristall Grotesk zeigt die aktuelle Sonderausstellung „Schrift und Typografie in der zeitgenössischen Kunst“, die noch bis zum 17. Juli 2011 im Museum für Druckkunst zu sehen ist, denn alle Ausstellungstexte zum Thema Schrift in der Kunst sind in der Kristall Grotesk gesetzt.

Zentrum für Baukultur Sachsen

Das Zentrum für Baukultur Sachsen fördert das Verständnis für die Gestaltung von Gebäuden und der öffentlichen Räume und stellt deren Bedeutung für den Alltag eines jeden Menschen heraus. Einer…
Zentrum für Baukultur Sachsen




Das Zentrum für Baukultur Sachsen fördert das Verständnis für die Gestaltung von Gebäuden und der öffentlichen Räume und stellt deren Bedeutung für den Alltag eines jeden Menschen heraus.

Einer breiten interessierten Öffentlichkeit sollen neben dem baulichen Erbe vor allem die aktuellen Strömungen in Architektur und Städtebau nähergebracht, das Wissen um alle damit verbundenen Fragen vermittelt, das Bewusstsein für die Baukultur geschärft und die Urteilsfähigkeit entwickelt werden.

Das ZfBK bedient sich bei seiner baukulturellen Vermittlungsarbeit sowohl bewährter als auch neuer Formate: Ausstellungen, Vorträge, Podiumsdiskussionen, Preisverleihungen, Vorstellung und Diskussion aktueller Fragen des Baugeschehens, Fachführungen und Fachexkursionen. Das Format „ZfBK on Tour“ bietet in Zusammenarbeit mit Kommunen und Institutionen Veranstaltungen in ganz Sachsen an.

Die baukulturelle Jugendbildungsarbeit ist ein zentrales Anliegen des ZfBK. Hierzu werden Workshops und Projektarbeit (z.B. mit Schülern im Rahmen von „Architektur macht Schule“ oder „Pegasus“) durchgeführt.