Orientteppichherstellung. Tefzet AG, um 1930
© Museum Oelsnitz

Orientstickteppiche – Perser aus Deutschland

Noch bis 01.02.2021

Der maschinellen Herstellung von Stickteppichen wird in den Museen Schloß Voigtsberg und ganz speziell im Teppichmuseum Oelsnitz/Vogtl. eine Sonderausstellung zum Sächsischen Jahr der Industriekultur 2020 gewidmet, welche die Kulturgeschichte des Orientstickteppichs von den Anfängen des maschinellen Teppichstickverfahrens bis heute aufzeigt.

Ausgehend von den Anfängen der maschinellen Textilproduktion in Sachsen im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Region Sachsen zu einem der führenden Wirtschaftsstandorte in Deutschland. Mit Ansiedlung der ersten maschinellen Teppichfabrik 1880, weitere folgten, avancierte die Stadt Oelsnitz im Vogtland zu einem der marktbeherrschenden Standorte der industriellen Teppichherstellung Ende des 19. Jh. sowie des 20. Jh. in Sachsen und in Deutschland. Innovative Techniken, wie das durch die die Teppichfabrik-Zentrale AG – Tefzet AG – entwickelte und patentierte Orientstickverfahren, ermöglichten eine größtmögliche Individualität in der Teppichherstellung.

An ausgewählten, prädestinierten Exponaten wird die Herstellung des Orientstickteppichs an exemplarisch wichtigen Standorten in Verbindung mit der geschichtlichen Entwicklung der herstellenden Firmen vom Beginn bis in die heutige Zeit vorgestellt und der enge Zusammenhang zu wirtschaftlichen, sozialpolitischen und kulturellen Aspekten expliziert. Die Dokumentation, Erhaltung und Vermittlung des industriellen Erbes in Sachsen wird anhand eines speziellen Erzeugnisses -dem Orientstickteppich – erlebbar gemacht, soll Ansporn sein, Industriegeschichte für sich zu entdecken und zugleich einen industriegeschichtlichen Lernort darstellen.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen mit 9.690,00 EUR.