30.06.2019 - 10.07.2019

Wird die Montanregion Erzgebirge Welterbe? Entscheidung des UNESCO-Welterbekomitees

Baku

Das Welterbekomitee entscheidet im Rahmen seiner 43. Tagung vom 30.06.–10.07.2019 in Baku auch über die Aufnahme neuer Welterbestätten. Für die UNESCO-Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt sind in diesem Jahr 38 Stätten nominiert, darunter die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří.

20 Jahre nach Aufnahme in die deutsche Tentativliste wird das Welterbeprojekt „Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří“ auf der 43. Sitzung des Welterbekomitees Anfang Juli 2019 in Baku/Aserbaidschan zur Abstimmung gebracht. Der Welterbeverein, bestehend aus 32 Städten und Gemeinden und drei Landkreisen, und der Förderverein Montanregion Erzgebirge haben in einem Bottom-Up-Projekt nach 16 Jahren intensiver Arbeit das Projekt auf die Zielgerade gebracht. Dabei wurde der Welterbeverein durch die wissenschaftliche Arbeit der TU Bergakademie Freiberg mit dem Institut für Industriearchäologie, Wissenschafts- und Technikgeschichte von Prof. Helmuth Albrecht mit Friederike Hansell außerordentlich unterstützt. Die Gesamtprojektsteuerung lag bei der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH. Das Staatsministerium des Innern, Referat Denkmalschutz, begleitete das Vorhaben intensiv, und fachlicher Rat kam vom Landesamt für Denkmalpflege des Freistaates Sachsen. Volker Uhlig, der Vorsitzende des Welterbevereins, sagt: „Nach der langen, intensiven Arbeit vieler engagierter Partner am Welterbeprojekt freuen wir uns über die fachliche Beurteilung des Welterbeantrags und sehen nun mit besonderer Spannung der Entscheidung der Unesco zur Aufnahme ins Welterbe entgegen.“