07.03.2020 - 14.06.2020

Ausstellung: Industrie in Bildern

Kunstsammlungen Zwickau
Max-Pechstein-Museum
Lessingstraße 1
08058 Zwickau
Öffnungszeiten:
Di bis So, feiertag 10:00 uhr bis 18 Uhr

Schließtag: Karfreiteg

Der Silber- und Erzbergbau im nahen Erzgebirge erlangte ab Mitte des 15. Jahrhunderts eine große Bedeutung für die Entwicklung der Stadt Zwickau und des Landes. Diese Region zwischen Freiberg und Annaberg-Buchholz gehörte zu den am dichtesten vom Bergbau und der Industrie geprägten Siedlungsgebieten in Europa.
Die sächsische Industrialisierung ist untrennbar mit dem Abbau der Steinkohle im Zwickau-Oelsnitzer Revier verbunden. Die Nutzung der Steinkohle ist schon im Jahr 1348 nachweisbar. Seit den 1830er Jahren wurde der Steinkohlenabbau zunehmend industriell betrieben, befördert durch den Siegeszug der Dampfmaschine und die Entwicklung des Eisenbahnwesens. Um die begrenzten Fördermengen in den historisch kleinen privaten Schachtanlagen zu steigern, war die Konzentration von Kapital zum Aufbau leistungsstarker Bergbaubetriebe eine entscheidende
Voraussetzung für die weitere ökonomische und strukturelle Entwicklung der Region. Im großen Umfang folgten den Bergbauunternehmen Betriebe der verarbeitenden Industrie wie Hüttenwerke, Kokereien, Betriebe zur Versorgung des Bergbaus, Betriebe des Maschinenbaus, der Textil-, Porzellan-und Keramikindustrie und des Automobilbaus. Das führte zu einem rasanten Anstieg der Einwohnerzahl in Zwickau bis zu 140 000 Menschen.
Das Bild der Region bestimmten nun die Schacht- und Kokerei-Anlagen, die Fördertürme und Halden sowie zahlreiche Fabriken mit ihren rauchenden Schornsteinen.
Den Prozess der sächsischen Industrialisierung und den schweren Arbeitsalltag der Menschen begleiteten zahlreiche Künstler mit Stift und Pinsel. Sie wurden zu Zeitzeugen dieser historischen Entwicklung und der damit verbundenen Veränderungen von Natur und Gesellschaft.