Fabrikneubau in Altchemnitz (oben) und Gründunsgort am Schillerplatz (links)
© Chemnitz in Wort und Bild 1911

Actien-Spinnerei Chemnitz

Schillerplatz
09111 Chemnitz

Die Actien-Spinnerei konstituierte sich in Chemnitz am 30.März 1857 die damals größte sächsische Aktiengesellschaft außerhalb des Eisenbahnsektors. Die Initiative ging von den Chemnitzer Kaufleuten und Unternehmern August Götze, M.F. Bahnse, Carl Knackfuß aus. Mit einer Million Taler beteiligten sich auch Banken an der Gesellschaft: die ADCA aus Leipzig und die Disconto-Bank aus Berlin.

In der damals größten und modernsten sächsischen Spinnerei wurde 1860 die Produktion aufgenommen. Rund 1.000 Arbeiter produzierten auf 60.000 Spindeln 972.000 Pfund Garn. Das Unternehmen expandierte: 1885 übernahm man die Neefsche Fabrik, 1887–1891 wurde der Maschinenpark erneuert. Schließlich verlegte man die Fabrik zwischen 1895 und 1906 nach Altchemnitz. Hier wurde dann die rund zehnfache Garnmenge gegenüber dem Gründungsjahr hergestellt.