Blick über den Kanupark Markleeberg zum Bergbau-Technik-Park und Kraftwerk Lippendorf
© Dachverein

Tagebau Espenhain

ab 1937 erbaut
Bauherr: Aktiengesellschaft Sächsische Werke
heute: Markleeberger See / Störmthaler See
Parkplatz Seepromenade Markleeberg
Bornaische Straße
04416 Markleeberg

Kanupark Markleeberg
Wildwasserkehre 1
04416 Markleeberg, OT Auenehain

Störmthaler See
Rödgener Straße
04463 Großpösna, OT Störmthal

Die Seen sind Ergebnis des zweifachen Landschaftsumbaus durch den Braunkohlenbergbau, eine Industrielandschaft im Süden Leipzigs.

In Verbindung mit der Errichtung des Braunkohleveredlungswerks Espenhain wurde ab 1937 der Tagebau Espenhain aufgeschlossen. Im Großtagebau wurden hier bis 1996 zwei Flöze abgebaut. In diesen über 50 Jahren wurden 4.000 ha Fläche mit 15 Dörfern überbaggert und 8.200 Einwohner umgesiedelt.

Von 1993 an wurde der Tagebau schrittweise geschlossen und zu einer Freizeitlandschaft umgebaut. 1999 bis 2011 wurden Teile des ehemaligen Tagebaus geflutet. Es entstanden zwei Seen. 2009 wurden der Markleeberger See und seine Badestrände für die Nutzung freigegeben, die Flutung des Störmthaler Sees war 2011 abgeschlossen. Seit 2013 sind Markleeberger und Störmtaler See durch einen Kanal verbunden.

Der am südlichen Ende des Markleeberger Sees angelegte Kanupark bietet mit seiner Wildwasseranlage seit 2007 für den Kanu-Spitzensport wie für Freizeitsportler ein besonderes Erlebnis. Der im Zuge der Rekultivierung angelegte Geopfad vermittelt die parallel zum Tagebaubetrieb von Mineralogen, Paläontologen und Geologen erforschte Erdgeschichte. Über ein ausgebautes Radnetz gelangt man von hier aus auch zum Bergbau-Technik-Park.