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Sitzmöbelfabrik E. Morgenstern

1927 (Neubau), 1930er Jahre und 1972 (Um- und Erweiterungsbauten) erbaut
Architekt: Arno Neubert (Neubau 1927)
Bauherr: Sitzmöbelfabrik E. Morgenstern
heute: Morgenstern-Fabrik
Ernst-Thälmann-Straße 11
09544 Neuhausen/Erzgebirge

Neuhausen entwickelte sich Ende des 19. Jahrhunderts zu einem Zentrum des Stuhlbaues in Sachsen. Holzreichtum und bestehendes Hausgewerbe sowie der Anschluss an die Eisenbahn im Jahr 1895 begünstigten diese Entwicklung. 1913 arbeiteten hier 26 überwiegend kleine und mittlere Betriebe.

Die 1883 gegründete Sitzmöbelfabrik E. Morgenstern war vor Ort einer der wenigen größeren Betriebe mit rund 100 Beschäftigten. In den 1930er Jahren zählte das Unternehmen zu den 50 größten sächsischen Möbelfabriken. Auch nach Enteignung und Verstaatlichung zum VEB Stuhlfabrik Neuhausen 1947 wurden hier bis 1989 Stühle hergestellt.

1927 wurde die Fabrik erweitert und moderisiert. Als Neubau entstand das noch heute ortsbildprägende Fabrikgebäude aus Stahlbeton. Das im Stile der Neuen Sachlichkeit errichtete Gebäude hat ein für  Fabrikhochbauten im Erzgebirge typisches Schrägdach. Bedeutende Erweiterungsbauten erfolgten in den 1930er Jahren sowie 1972 mit dem Bau einer freitragenden Produktionshalle.

Das denkmalgeschützte Fabrikgebäude soll zu Wohnzwecken und zu einem privaten Museum umgenutzt werden.