1927 erbauter Uhrturm mit Erweiterungsbau von Erich Basarke
© Punctum / Bertram Kober

Schubert & Salzer Maschinenfabrik

1888-1910, 1922-1924, 1927 erbaut
Architekt: Erich Basarke (Uhrturm und Erweiterungsbauten von 1927)
Bauherr: Carl Schubert und Bruno Salzer, ab 1889 Schubert & Salzer AG
heute: Gewerbepark Wirkbau
Annaberger Straße 73
09111 Chemnitz

Sein markanter Uhrturm von 1927 macht das Ensemble der eh. Maschinenfabrik Schubert & Salzer zu den stadtbildprägenden Industriebauten der "Chemnitzer Moderne".

Das 1883 von den Schlossern Carl August Schubert und Franz Bruno Salzer in einer Werkstatt gegründete Maschinenbauunternehmen wurde 1887 an diesen Standort verlegt und sukzessive ausgebaut. Hergestellt wurden zunächst Strumpfwirkmaschinen. In den Folgejahren wurde das Fertigungssortiment auf Wirkmaschinen aller Art, Präzisionswerkzeugmaschinen sowie kurzzeitig auch Büromaschinen und Fahrräder erweitert.

1889 wandelten die Gründer das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft um, das Unternehmen expandierte deutschlandweit. Mit Ausweitung der Produktion wurden verschiedene Erweiterungsbauten erichtet. Insbesondere in der Gestaltung des Fahrstuhlturmes spiegelt sich das Selbstbewußtsein der Chemnitzer Industriellen wider: Erich Basarke überhöhte diesen zum markanten Uhrturm, der Ähnlichkeiten zum Rathausturm von Florenz nicht verleugnen kann.

Der Chemnitzer Stammbetrieb wurde 1946 enteignet, am Standort Ingolstadt wurde die Firma jedoch fortgeführt. Die Privatisierung des Chemnitzer VEB Wirkmaschinenbau 1990 zur Wirkbau GmbH Chemnitz hatte keinen Erfolg. Nach 1994 wurde das Areal von einem Immobilienunternehmen saniert und in einen Gewerbepark umgewandelt. Dieser bietet heute verschiedenen mittelständischen Unternehmen Platz und ist ein Beispiel für die gelungene Transformation von Industrieimmobilien.