Historische Ansicht von 1908
© Schönherr WEBA GmbH

Sächsische Webstuhlfabrik Schönherr & Seidel

ab 1788 erbaut
Bauherr: Wöhler & Lange; Carl Gottlieb Haubold; Sächsische Webstuhlfabrik Schönherr & Seidel
heute: schönherr.fabrik
Schönherrstraße 8
09113 Chemnitz

Das Fabrikareal zählt zu den interessantes Orten sächsischer Industriekultur. Am Standort einer Mühle errichtete zunächst die Firma Wöhler & Lange 1799 eine der ersten Spinnmühlen der Region. 1822 übernahm der Maschinefabrikant Carl Gottlieb Haubold das Gebäude und ließ erste Erweiterungsbauten errichten. Schließlich gründete im Jahr 1851 der Erfinderunternehmer Louis Ferdinand Schönherr am Standort seine Webmaschinenfabrik.

Mit wachsendem Erfolg und Entwicklung zum Großunternehmen wurden Erweiterungsbauten für alle Bereiche der Wertschöpfungskette notwendig. Die verschiedenen Um- und Erweiterungsbauten spiegeln sich in der heutigen Bausubstanz wider. Neben früher Fabrikarchitektur mit Holzkonstruktionen findet sich auch der erste Chemnitzer Stahlbetonbau im Ensemble.

Bis 1993 wurden in der Fabrik Webstühle hergestellt. Die darauffolgende Transformation dieses Ortes ist beispielhaft. Seit 1994 wird die Fabrik schrittweise saniert und umgenutzt. Es entstanden Räume für Industrie, Gewerbe, Dienstleistungen, Kunst und Kultur, Gesundheit und Sport, Handel, Gastronomie und Schulungseinrichtungen. Mittlerweile arbeiten auf dem Areal über 1000 Personen.

Die zur Verfügung stehenden Mietflächen befinden sich größtenteils im Rohbau und können nach den individuellen Vorstellungen künftiger Nutzer angepasst und realisiert werden. Mieter der schönherr.fabrik profitieren von der lebendigen Vielfalt der bereits am Standort ansässigen Mieter und nutzen entstehende Synergieeffekte. Auf dem gesamten Gelände stehen kostenfreie Parkplätze zur Verfügung, den Service und die Betreuung vor Ort übernimmt das Team der schönherr.fabrik.

In der Fabrik leben Chemnitzer und sächsische Industriekultur, Vergangenheit und Gegenwart haben hier zusammengefunden.