Yenidze
© Punctum / Bertram Kober

Orientalische Tabak- und Cigarettenfabrik Yenidze

1907–1909 erbaut
Architekt: Oberbaurat Hermann Martin Hammitzsch
Bauherr: Carl Hugo Zietz
heute: Yenidze
Weißeritzstraße 3
01067 Dresden

Der als Zigarettenfabrik errichtete Bau war Teil der Markenwerbung des Unternehmens. Die Fassade des modernen Stahlbetonskelettbaus, seine markante Kuppel und der als Minarett getarnte Schornstein wurden nach dem Vorbild osmanischer Bauten gestaltet. Auf den ersten Blick ist daher die Fabrik dahinter nicht zu erkennen.

Der Name Yenidze verweist auf den nordgriechischen Ort, aus dem das Unternehmen seinen Tabak importierte. 1924 wurde das Unternehmen an den Tabakkonzern Reemtsma verkauft. Trotz starker Kriegszerstörungen wurde am Ort bis 1953 produziert, anschlließend wurde die Räume als Lager genutzt, 1976 bis 1990 hatte der VEB Tabakkontor, die Verwaltung des staatlichen Tabakhandels der DDR, hier seinen Sitz.

Seit 1980 ist die "Tabakmoschee" anerkanntes Baudenkmal. 1995 bis 1997 wurde sie saniert und zum Bürogebäude umgebaut. Im Dach- und Kuppelbereich wurde ein Restaurant eingerichtet, so ist dieser einzigartige Bau für die Öffentlichkeit zugänglich.