Vorderhaus im Art Déco-Stil von Edgar Röhrig
© Punctum / Bertram Kober

Leipziger-Strick-Maschinen-Fabrik G. L. Oehmler

1876 erbaut
Architekt: G. Perlitz (Erstbau Hinterhaus); Franz Rock (Erstbau Vorderhaus, Neubau Vierflügelkomplex); Otto Polster (zweiter Neubau Vorderhaus); Edgar Röhrig (Umgestaltung Vorderhaus im Art Déco-Stil)
heute: Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38
04229 Leipzig

Das geschlossene Druckereiensemble im Art-déco-Stil ist ein Denkmal und authentischer Ort Leipziger Industriekultur. Gebäude und Inhalt sind aufs Engste vereint. Die für ihre Entstehungszeit typische Industriearchitektur beherbergt heute das Museum für Druckkunst.

Das Gebäude und seine Vorgängerbauten haben eine wechselvolle Nutzungsgeschichte. Ein Vorgängerbau wurde ab 1876 vom Kaufmann Gustav Ludwig Oehmler als Fabrik für Strickmaschinen genutzt. 1893 ließ Oehmler ein zweigeschossiges Vorhaus an der Nonnenstraße errichten.

1908 erwarb der Lampenfabrikant Theodor Wilhelm Weickart das Grundstück und errichtete die heutige Vierflügelanlage mit Innenhof. In der Fabrik wurden nun Petroleum- und Gaslicht-Brenner gefertigt. Das zweigeschossige Gebäude an der Nonnenstraße wurde 1915–1917 dreigeschossig neu erbaut.

Nach Übernahme durch die Dr. Karl Meyer GmbH 1922 wurde der Gebäudekomplex als Druckerei genutzt. Hierfür wurden die Decken im Hinterhaus verstärkt und das Vordergebäude im Art-déco-Stil umgestaltet.

1992 erwarb der Münchner Typograf Eckehart SchumacherGebler das Gebäude und richtete 1994 eine Druckerei mit angegliedertem Werkstattmuseum ein. Seit 2000 wird das Haus von einer privaten Stiftung getragen.