© PUNCTUM, Foto: Bertram Kober

Kaufhaus Schocken Crimmitschau

1928 erbaut
Architekt: Bernhard Sturtzkopf
Bauherr: Schocken KGaA
Am Mühlgraben/Badergasse
08451 Crimmitschau

In den 1920er Jahren entwickelte sich die Warenhauskette Schocken zum fünftgrößten Warenhauskonzern in Deutschland. Mit dem Bau des Warenhauses in Crimmitschau wurde die westsächsische Industrieregion weiter erschlossen. Architektonisch steht für den Versuch, dem Kaufhauskonzern auch über die Architektur ein einheitliches Erscheinungsbild zu geben.

Der Architekt Bernhard Sturtzkopf, Bauhausschüler und Mitarbeiter von Walter Gropius, arbeitete ab 1928 als Architekt für den Schocken-Konzern und steht neben Erich Mendelsohn für den die Schockenkaufhäuser prägenden modernen Baustil.

Nach Verdrängung und Enteignung der jüdischen Eigentümerfamilie durch die Nationalsozialisten wurde das Kaufhaus 1939 Teil der Merkur Aktiengesellschaft, 1945 enteignet und als Konsument-Warenhaus bis 1990 weitergeführt. Seitdem steht es leer.