Förderturm von 1921-1924
© Punctum / Bertram Kober

Kaiserin-Augusta-Schacht

1921-1924, 1932 erbaut
Architekt: Erich Basarke, Chemnitz (Neubau heutiger Schachtkomplex) Paul Beckert, Lichtenstein (Neu- und Erweiterungsbauten nach 1932)
Bauherr: Gewerkschaft Gottes Segen Vörgäber- bzw. Erstbau von 1869: Fürstlich Schönburg'sches Steinkohlenwerk
heute: Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge
Pflockenstraße
09376 Oelsnitz/Erzgebirge

Teile der ehemaligen Schachtanlage und des herausragenden Denkmals werden seit 1986 als Museum und authentischer Erlebnisort sächsischer Bergbaugeschichte genutzt.

Nach Fusion verschiedener seit dem 19. Jahrhundert betriebener Gruben zur Gewerkschaft Gottes Segen 1919/20 wurde der Kaiserin-Augusta-Schacht zur zentralen Schacht-, Förder- und Aufbereitungsanlage ausgebaut.

In der Architektur des Chemnitzer Architekten Erich Basarke spiegelt sich ein moderner Anspruch wider: Die 1921–1924 errichteten Kernbauten der Schachtanlage (Umformerhalle, Schachthaus, der markante Förderturm und das Mannschaftsbad) orientieren sich an Leitbildern von Art déco und Neoklassizismus, sie nehmen aber v.a. im Förderturm auch Elemente des traditionellen Bauens auf. Die nach 1930 errichteten Bauten sind der Moderne und dem Funktionalismus verpflichtet.

1976–1985 wurde die Schachtanlage als technisches Denkmal saniert und zum Bergbaumuseum umgebaut.