Denkmalgeschützter Hochbau von 1921/22
© Punctum / Bertram Kober

Erzwäsche Davidschacht

1888/89, Umbau und Erweiterung 1921/22 erbaut
Architekt: Werner Retzlaff (Erweiterungsbau)
Bauherr: Oberdirektion der Königlichen Erzbergwerke (Erstbau), Johannes Küchenmeister (Erweiterungsbau)
heute: Altes Porzellanwerk Freiberg
Himmelfahrtsgasse 8
09599 Freiberg

Das Ensemble hat mehrere Transformationen hinter sich. Nach Nutzung durch den Bergbau siedelten sich verschiedene Bergbaunachfolgeindustrien an, nach deren Ende wird das Areal derzeit revitalisiert.

Zunächst wurde hier in unmittelbarer Nähe zum Davidschacht die zentrale Erzaufbereitungsanlage der Grube Himmelfahrt errichtet. Bis zum Ende dieses staatlich betriebenen Bergbaus im Jahr 1913 wurden in dieser "Centralwäsche" Erz und taubes Gestein getrennt.

1920 übernahm der Unternehmer Johannes Küchenmeister die Gebäude und richtete eine Flachsaufbereitung ein. Hierfür wurde das Hauptgebäude umgebaut und eine Fabrikalle angebaut. Bereits 1926 endete diese Nutzung. Nach mehreren Eigentümerwechseln ging das Areal schließlich an das Porzellanwerk Freiberg, das hier bis Mitte der 1990er Jahre Gebrauchskeramik herstellte. In dieser Zeit entstanden weitere Anbauten und eine Produktionshalle.

Das Ende der 1990er Jahre brachgefallene Gelände erwarb die Saxonia Standortentwicklungs- und -verwaltungsgesellschaft mbH und will es nun einer neuen Nutzung zuführen. Nach Teilabrissen sollen zentrale und denkmalgeschützte Gebäude, wie der Hochbau, erhalten und neu genutzt werden.