Technische Schauanlage mit Pochstuhl und Waschherden
© Siebenschlehener Pochwerk

Siebenschlehener Pochwerk

Lindenauer Straße 22
08289 Schneeberg
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Öffnungszeiten

Donnerstag bis Sonnabend 10.00 bis 16.00 Uhr
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Nach erfolgter Rekonstruktion öffnete im Jahre 1995 das Pochwerk der früheren Fundgrube Siebenschlehen als Technisches Museum. Das große Hauptgebäude geht auf die Erneuerung und Erweiterung der Anlage in den Jahren 1752/53 zurück. Im Schneeberger Revier, dem weltgrößten Fundort für Kobalterze gelegen, diente das Pochwerk der Aufbereitung der abgebauten Erze, welche die Grundlage der Herstellung von blauem Glas und dem Dekor der Delfter Kacheln bildeten. Weltberühmt wurde Kobaltblau auf Meißner Porzellan. Erhalten sind in dem Technischen Denkmal weitere Gebäude mit den Kobaltkammern sowie das Huthaus mit der Wohnung des Pochwerksteigers. Ein 600 Meter langer Wassergraben verbindet den Unteren Lindenauer Teich mit der am Hauptgebäude befindlichen Radstube und dem Wasserrad von sechs Metern Durchmesser. Es dient dem Antrieb der Pochwerkstempel und Stoßherde, die für die Trennung von taubem und erzhaltigem Gestein zuständig waren. Die in mehr als zweihundert Jahren erfolgten technischen Weiterentwicklungen sind in Funktion nachvollziehbar. Die Dauerausstellung im Pochwerkgebäude befasst sich mit der Geschichte des Kobaltbergbaus ab dem 16. Jahrhundert. Eine Befahrung des nahegelegenen Besucherbergwerks 'Fundgrube Gesellschaft' und Wanderungen durch die Schneeberg-Neustädtler Bergbaulandschaft, ausgehend vom Pochwerk, machen die mehr als fünfhundertjährige Bergbaugeschichte anschaulich und nacherlebbar.