Aufführung des Musikstücks „7:27“ in den Dietzoldwerken
© TELESKOPmusikproduktion

Klangarchäologie Audiovisuelle Forschungsreise

01.07.2016 - 31.03.2017

TELESKOP und Matthias Werner erforschen die akustischen Eigenschaften eines Industriedenkmals. Aus vor Ort aufgenommenen Klangfragmenten entsteht eine Komposition für das Gebäude, aufgeführt von einem Ensemble aus ausgewählten Musikern.

Es gibt keine absolute Ruhe – jeder Ort birgt einen eigenen Klangcharakter. Insbesondere trifft das auf Industriedenkmale zu.

Die Musiker und Klangkünstler Sebastian Bode und Jonas Wolter von TELESKOP komponierten für das Projekt „Sound of a Building – Klangarchäologie“ das Musikstück „7:27“. Die Grundlage für die Komposition bilden zuvor aufgenommene Klangfragmente aus den ehemaligen Dietzoldwerken für Elektroschaltgeräte in Leipzig. Im Studio wurden diese Samples zu einer Komposition verwoben. Mit ausgewählten Musikern kehrten sie schließlich in die Dietzoldwerke zurück und führten „7:27“ auf.

Der Filmemacher Matthias Werner begleitete das Projekt und schuf zwei Filme: eine Dokumentation zum Projekt und der Aufführung des Stücks.

Bode und Wolter integrieren seit langer Zeit Audiosamples von verschiedenen Orten in ihre Musik. Die Dietzoldwerke boten unzählige Quellen für neue Klänge. Das Projekt zeigt: Historische Industriegebäude sind nicht nur aus historischer und visueller Sicht interessant. Das Duo hat das Ziel, das Projekt als Serie zu etablieren, um weiteren besonderen Industriedenkmalen in Mitteldeutschland neues Leben einzuhauchen, bevor sie saniert oder gar abgerissen werden.

 

Zur Dokumentation: https://youtu.be/ZulfRC6vnbg

Zur Performance: https://youtu.be/Nt29eG7YFC8

 

 

Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen mit 6.810,- EUR.