eh. Drahtwerk Thiele & Steinert, Freiberg
© PUNCTUM / Bertram Kober

Gemeinsam Querdenken IndustrieKulturErbe schafft Zukunft

Noch bis 31.12.2018

Leerstehende Baudenkmale und demografischen Entwicklungen - mit dem Projekt "Gemeinsam Querdenken: IndustrieKulturErbe schafft Zukunft" bringt die Leipziger Denkmalstiftung und ihr Förderverein beides zusammen. Die Leipziger Denkmalstiftung und ihr Förderverein versammelt Vertreter von kleineren und mittleren Städten Mittelsachsens an einem Tisch, um sich auszutauschen und um gemeinsam Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Bahnhöfe, Fabriken, Unternehmervillen, Arbeitersiedlungen - an ihnen ist die Industrialisierung des 19. Jahrhunderts noch heute ablesbar. Sie nahm ihren Ausgang im ländlichen Raum und hat diesen nachhaltig geprägt. Die Industrie boomte, zog Menschen in die Orte, die Arbeit versprachen, verschaffte Architekten und der Bauindustrie Aufträge und ließ neue Stadtbilder entstehen, die lokale kulturelle Identitäten sowie räumliche und soziale Strukturen beeinflusste. Heute stehen vieler Bauten dieser Zeit leer und globale wirtschaftliche Veränderungen mit neuen Arbeitsformen, Mobilitäten, technischen, digitalen Neuerungen und lokale demografische Entwicklungen bestimmen nunmehr die gesellschaftlichen Strukturen.

Wie können leerstehende Baudenkmale aus der Zeit der Industrialisierung dazu beitragen, die demografische Entwicklung von kleineren Städten positiv zu beeinflussen? Mit dem Projekt "Gemeinsam Querdenken: IndustrieKulturErbe schafft Zukunft" sollen Vertreter von Kommunen unterstützt werden, die Umnutzung von leerstehenden Baudenkmalen voranzutreiben - zur Verbesserung der Lebensqualität der Bürger, zur Sicherung der Daseinsvorsorge, zur Ansiedlung neuer Gewerbe, zum Erhalt des Stadtbildes und der lokalen Identität. An konkreten Objekten jeweils vor Ort, lokalen Bedarfen und Themen entsprechend, werden eintägige Workshops durchgeführt. Gemeinsam soll ein Prozess gestartet werden, der das Potential leer stehender historischer Bauten für die Entwicklung demografischer Herausforderungen nutzt und hilft Hürden abzubauen.

 

Der erste Workshop fand im Februar 2018 in der ehemaligen Tannenhauerweberei in Niederwiesa/ OT Braunsdorf mit Vertretern der Städte Burgstädt, Kriebstein, Leisnig, Penig, Frauenstein (Brand-Erbisdorf, Hartha, Augustusburg) statt.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.